Einführung eines Handheld (Palm m 105) zur präoperativen Datenerfassung während der Prämedikationsvisite im Rahmen eines Anästhesie-Informations-Management-Systems (AIMS) am Universitätsklinikum Giessen

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Untersuchungen über die Vollständigkeit von manuellen Narkoseprotokollen ergaben Fehlerquoten von über 50 %. Auch nach der Nachbearbeitung durch Hilfskräfte fand Osswald eine Unvollständigkeitsrate von 12 %. Außerdem waren die manuell erfassten Daten in einem hohen Maß inkorrekt. Den Trend zu einer eher abgerundeten und durchaus nicht immer den tatsächlichen Gegebenheiten entsprechenden Dokumentation, insbesondere der Vitaldaten, vermuten auch andere Autoren. Daher halten Heinrichs et al. die traditionelle handschriftliche Dokumentation aus forensicher Sicht sogar für häufig mangelhaft. Erste Beobachtungen beim klinischen Routineeinsatz mobiler Computersysteme hatten bereits in anderen Kliniken gezeigt, dass diese das Papierformular bei der Befunderfassung direkt am Ort der Untersuchung ersetzen können. Hinsichtlich der digitalen Datenerfassung können sie eine echte Alternative zu stationären Computersystemen darstellen. Ziel der vorliegenden Studie war es, die Alltagstauglichkeit einer computergestützten Prämedikationsvisite in der Abteilung für Anästhesiologie, Intensivmedizin und Schmerztherapie des Universitätsklinikums Gießen zu testen. Hierzu wurden 18 freiwilligen Probanden der Abteilung nach einer Schulung jeweils eine leichte (ASA-I) und eine schwere (ASA-III), standardisierte Patientenakte zur Prämedikation randomisiert zugeteilt. Die Probanden mussten jeweils zwei Akten mittels Papierprotokoll und zwei weitere mittels eines Palm m105 Handheld bearbeiten. Ein weiteres Ziel dieser Untersuchung war es, die Einstellungen der ärztlichen Kollegen zur Einführung einer computergestützten Prämedikation mittels Fragebögen zu evaluieren. In dieser Studie konnte hochsignifikant gezeigt werden, dass die Dokumentation der Prämedikationsvisite mittels Palm länger dauert als die herkömmliche Papierdokumentation. Dies ist unabhängig davon, wie intensiv die Probanden geschult wurden. Weiterhin konnte gezeigt werden, dass die zweite Prämedikation mittels Palm signifikant schneller erfolgte als die erste, egal ob zuerst die leichte oder schwere Akte prämediziert wurde. Nur 39,8% (21) der 54 befragten Ärztinnen und Ärzte sind mit der bisherigen Papierdokumentation der präoperativen Visite und der manuellen Eingabe der erhobenen Daten in NarkoData während der Narkose zufrieden. Insgesamt unterstützen aber 68 % (36 von 54) Ärztinnen und Ärzte die Implementierung eines PDAs zur präoperativen Datenerfassung.

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