Ist die HIV-Infektion ein Risikofaktor für die Entstehung einer Atherosklerose?

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Hintergrund: HIV-positive Personen scheinen ein erhöhtes Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen zu haben. Ziel der Studie war es, die Prävalenz einer subklinischen Atherosklerose im eigenen Probandenkollektiv durch non-invasive, klinische Untersuchungen zu erfassen.Material und Methoden: Es konnten 94 antiretroviral-therapierte, HIV-positive Personen in die Studie eingeschlossen werden. Neben demographischen und laborchemischen Daten wurde eine ausführliche Anamnese zur HIV-Infektion und zu klassischen kardiovaskulären Risikofaktoren erhoben. Es folgten Bestimmungen der Intima-Media-Dicke der Carotiden, des ABI und der standardisierten Gehstrecke.Ergebnisse: Die IMD der Carotiden lag bei 0,98 mm links und 1,03 mm rechts. Bei 43,6% der Probanden lag die IMD bei über einem Millimeter. Nach der Höhe der IMD, über und unter einem Millimeter, wurden 2 Gruppen gebildet und miteinander verglichen. Das Lebensalter der Probanden (50,1 Jahre; p<0,001) und der Nikotinabusus (62,8%; p=0,032) zeigten signifikanten Effekte auf die Höhe der IMD. Das Fibrinogen (3,34 g/l vs. 2,92 g/l; p= 0,028) war in der Gruppe > 1 Millimeter signifikant erhöht, ebenfalls das CRP (4,11 mg/l vs. 1,58 mg/l, p= 0,001). Plaques im Intima-Media-Komplex wurden signifikant häufiger bei Dicken über einem Millimeter gefunden (p=0,006). Weder die Dauer der HIV-Infektion (p=0,171) noch die Einnahme eines Proteaseinhibitors (p=0,816) zeigten einen signifikanten Unterschied. Der PROCAM-Score zeigte ein geringes kardiovaskuläres Risiko in beiden IMD-Gruppen (6,77% vs. 6,57 %; p=0,226).Schlussfolgerung: HIV-positive Personen haben subklinische, atherosklerotische Veränderungen gemessen an der IMD der Carotiden. Bei erhöhten CRP- und Fibrinogen-Werten sollte eine Untersuchung der Halsschlagadern und eine Bestimmung des ABI erfolgen. Der PROCAM-Score sollte nicht als alleiniges Screening-Tool zur Evaluation des kardiovaskulären Risikos verwendet werden.

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