Untersuchungen am Kopf des fetalen Narwals Monodon monoceros: Ein Atlas zur Entwicklung und funktionellen Morphologie des Sonarapparates

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Die vorliegende Arbeit beschreibt und dokumentiert am Beispiel des Narwals (Monodon monoceros) die Morphologie und Entwicklung der in der Kopfregion gelegenen potentiell sonarrelevanten Strukturen. Hierzu wurde anhand der einmaligen, lückenlosen histologischen Schnittserie eines Narwalfetus von 137 mm (NEF1) die gesamte Kopfregion als Entität lichtmikroskopisch untersucht und die hier interessierenden Details erfaßt. Der so entstandene Atlas bietet auf 86 ausgewählten Abbildungen die Möglichkeit, die Ontogenese, Morphologie und Topographie der relevanten Skelett- und Weichteil-Strukturen bei einem jungen Individuum nachzuvollziehen und dabei Hinweise auf deren Funktion zu erhalten. Diese Befunde wurden mit der existierenden Literatur über die Strukturen der Sonaremission und perzeption bei Zahnwalen verglichen und diskutiert. Im abschließenden evolutionsbiologischen Kapitel wurden zum besseren Verständnis der erhobenen Befunde die Entstehung der Zahnwale und ihre mannigfaltigen Anpassungen an den Lebensraum Wasser im Überblick dargestellt.Bei dem fetalen Narwal (NEF1) befindet sich eine Vielzahl der künftig im Dienste der Emission und Perzeption von Ultraschall stehenden Strukturen in einem fortgeschrittenen ontogenetischen Entwicklungsstadium, ohne jedoch histologisch ausgereift zu sein. So zeigen sämtliche Organsysteme prinzipiell eine Intermediärsituation zwischen dem späten Embryo, welcher morphologisch noch weitgehend dem Säugetierbauplan entspricht, und dem Neugeborenen, welches in seinen strukturellen Charakteristika (für Säugetiere) ungewöhnlich stark dem Adultstadium entspricht (extreme Nestflüchter-Problematik). Vor dem Hintergrund der Tatsache, daß sich evolutionäre Adaptationsprozesse von Säugetiergruppen während der fetalen Entwicklung in groben Zügen abbilden, ist bei dem untersuchten Narwalfetus NEF1 (analog zur frühen Anpassung der Wale an die physikalischen Bedingungen des Hörens unter Wasser) die Morphogenese der Temporalregion mit den Strukturen der Schallperzeption bereits weitgehend abgeschlossen.

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Giessen : VVB Laufersweiler 2007

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