Einstellungsdimensionen von Humanmedizinern gegenüber alternativen Behandlungskonzepten in der Onkologie

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Alternative Krebstherapie nimmt in den letzten Jahrzehnten einen immer höheren Stellenwert bei Patienten und auch Medizinern ein. In welchem Zusammenhang die Persönlichkeitsstruktur von approbierten Medizinern mit der Akzeptanz, der Kenntnis und dem geschätzten Nutzen solcher alternativen Methoden steht, wurde 2003 in einer Studie an niedergelassenen Ärzten erstmalig erfasst. In der vorliegenden Studie wurde das optimierte Inventar an vorklinischen und klini¬schen Medizinstudenten ausgegeben. Das Inventar besteht aus dem Attitudes to-wards Alternative Cancer Therapy-Questionnaire (A-ACT-Q) und aus mehreren Persönlichkeitsfragebögen wie den NEO-FFI, Hilf- und Hoffnungslosigkeitsskala und Rationalität/Antiemotionalitätsskala. Es wurden Reliabilitätsschätzungen sowie Varianzanalysen durchgeführt. Für den A-ACT-Q wurde folgendes optimiertes Modell entwickelt, in dem alle Skalen hohe Reliabilitäten (Cronbach s Alpha) aufweisen. Skala 1: Offenheit (,89): a. Wissen (,84); b. Anwendung (,79) Skala 2: Rigidität (,92): a. Intern (,89); b. Extern (,81) Skala 3: Ökonomie (,78) Skala 4: Verzweiflung (,86) Weitere Analysen zeigten, dass Vorkliniker, vor allem diejenigen mit geringen Werten auf der Rationalität/Antiemotionalitätsskala, im Gegensatz zu den Studenten der letzten Semester eine positive Einstellung gegenüber Alternativmedizin zeigen. Klinische Studenten, vor allem die mit rationaler Denkweise, stehen Alternativmedizin skeptisch gegenüber. Ebenso zeigen Probanden mit hohen Skalenwerten auf der Skala Verträglichkeit als auch auf der Skalen Neurotizismus in Kombination mit Extraversion gesteigertes Interesse an unkonventionellen Therapieformen. Die Dimensionen des A-ACT-Q konnten bestätigt werden und sind reliabel. Die Ergebnisse stimmen mit den Resultaten der Pilotstudie an niedergelassenen Ärzten überein und zeigen, dass die Einstellung gegenüber Alternativmedizin von der Persönlichkeit des Mediziners beeinflusst wird. Zusammenfassend ist festzustellen, dass es offensichtlich prädisponierende Persönlichkeitsfaktoren gibt, die zu einer positiven Einstellung gegenüber unkonventionellen Methoden führen.

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