Experimentelle Infektion von juvenilen Boa constrictor mit einem Orthoreovirusisolat

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Das Ziel dieser Arbeit war es, mittels der experimentellen Infektion von Boa constrictor die Pathogenität des Orthoreovirusisolates IBD26/00, das aus einer an IBD erkrankten Boa constrictor stammt, zu bestimmen. Im ersten Teil der Literaturübersicht wird auf den gegenwärtigen Kenntnisstand bezüglich der Familie der Reoviren, insbesondere der Orthoreoviren, eingegangen. Der zweite Teil gibt einen Überblick über die verschiedenen durch Orthoreoviren verursachten Erkrankungen und deren Pathogenese. Es wurden 10 juvenile Boa constrictor mit dem Orthoreovirusisolat IBD26/00 infiziert, 5 Tiere dienten als Kontrollen. Über einen Zeitraum von 49 Wochen wurden die Tiere in Abständen euthanasiert und virologisch, histologisch, bakteriologisch und parasitologisch untersucht. Bis zu 18 Wochen post infectionem wurde das Virus aus verschiedenen Organen aller infizierten Tiere reisoliert. Das Virus wurde auch aus einer Kontrollschlange isoliert. In den ersten Wochen nach der Infektion, zeigte die Gruppe der Kontrolltiere eine deutlich größere Gewichtszunahme als die Gruppe der infizierten Tiere. Mittels der histologischen Untersuchung wurde in drei der virologisch positiven Schlangen aus der Gruppe der Infizierten eine gemischtzellige Infiltration des Leberparenchyms beobachtet. Dies wird als eine in Abheilung befindliche Veränderungen, welche durch die Infektion mit dem Reovirus IBD26/00 verursacht wurde, interpretiert. Das Isolat IBD26/00 erzeugte in VH2-Zellkulturen Synzytien und die Bildung von intrazytoplasmatischen Einschlüssen. Die Einschlüsse sind eosinophil (H& E-Färbung) bzw. azidophil (Giemsa-Färbung). Bei der transmissionselektronischen Untersuchung der Einschlüsse konnten eine lockere Innenstruktur und Viruspartikel in der Peripherie des Einschlusses gefunden werden. Mittels der PAGE konnten auch bei den Reisolaten die typischen 10 Gensegmente der Orthoreoviren dargestellt werden. Das beobachtete Wanderungsmuster der einzelnen Gensegmente zeigt, dass sich das Virus IBD26/00 von anderen bisher publizierten Reptilien- Orthoreoviren in dieser Hinsicht unterscheidet. Gegen das Isolat IBD26/00 hergestellte Antikörper markieren infizierte Zellen in der Zellkultur und bindet an deren intrazytoplasmatische Einschlüsse. In den infizierten Tieren konnte das Virus immunhistologisch nicht dargestellt werden. Mittels der immunhistologischen Untersuchung auf Aktin, Desmin, Vimentin, Neurofilament und Zytokeratin konnte gezeigt werden, dass die in der Zellkultur gebildeten Einschlüsse Desmin-, Vimentin-, Neurofilament- und Zytokeratin-negativ sind, während sie sich Aktin-positiv darstellen. Die im Tier S1979/00, aus welchem das Ursprungsisolat stammt, beobachteten intrazytoplasmatischen Einschlüsse stellen sich ebenfalls Desmin-, Vimentin-, Neurofilament- und Zytokeratin-negativ dar. Das Intermediärfilament Aktin konnte bei diesen Einschlüssen jedoch immunhistologisch nicht nachgewiesen werden

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