Ovardynamik und endokrine Veränderungen bei Kühen nach GnRH- und Prostaglandingabe

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In der vorliegenden Untersuchung wurden sechs Deutsche Holstein schwarzbunte Kühe über drei Kontroll- sowie drei durch eine simultane Applikation von GnRH und PGF2alpha beeinflusste Behandlungszyklen hinweg sonographisch sowie durch Blutprobenentnahme untersucht. Die Beobachtungen begannen mit einem Kontrollzyklus, im Folgenden wechselten sich Kontroll- und Behandlungszyklen ab. Die Hormoninjektion in Behandlungsgruppe 1 erfolgte am siebten Zyklustag, in Behandlungsgruppe 2 am 14. und in Behandlungsgruppe 3 am 17. Zyklustag. Die Kühe wurden randomisiert je einer der drei Behandlungsgruppen zugeordnet und durchliefen im Versuchszeitraum jede Behandlungsgruppe ein Mal. In allen Zyklen erfolgte eine sonographische Untersuchung der Ovarien zwischen dem ersten und siebten Tag in 48stündigem Abstand. In den Kontrollzyklen 2 und 3, welche jeweils auf einen Behandlungszyklus folgten, wurden die Ovarien zur Darstellung einer eventuell verkürzten Zyklusdauer darüber hinaus vom siebten bis zum 15. Zyklustag jeden zweiten Tag sonographisch dargestellt. Die Ovulationskontrolle erfolgte jeweils ab dem 18. Tag. Eine sonographische Untersuchung wurde in den Behandlungsgruppen am Tag der simultanen Hormoninjektion sowie an den folgenden fünf Tagen durchgeführt. Blutproben zur Progesteron- und Östradiol-17& #946;-Bestimmung wurden am ersten Zyklustag sowie am Tag der Hormoninjektion und an den folgenden fünf Tagen entnommen. Die Konzentrationsbestimmung der Hormone erfolgte mittels Radio-Immuno-Assay aus dem Blutserum der Kühe. Die Zykluslänge in den Behandlungsgruppen 1 und 2 (12,2 beziehungsweise 15,5 Tage) war im Vergleich zu den Kontrollzyklen, welche durchschnittlich 20,4 Tage lang waren, statistisch signifikant verkürzt (p < 0,01 für Behandlungsgruppe 1, p < 0,05 für Behandlungsgruppe 2). Die Zykluslänge in den auf einen Behandlungszyklus folgenden Kontrollzyklen 2 und 3 (21,0 beziehungsweise 18,5 Tage) war im Vergleich zu Kontrollzyklus 1 (21,8 Tage), dem keine Hormongabe vorausging, nicht statistisch signifikant verändert (p > 0,05). Die Länge der Kontrollzyklen unterschied sich nicht statistisch signifikant zwischen Kühen mit zwei oder drei Follikelwellen (p = 0,34). Ausschließlich in Behandlungsgruppe 1 ließ sich ein statistisch signifikanter Zusammenhang zwischen dem Ovulationszeitpunkt nach der Hormongabe und der Anzahl der Follikelwellen in den Kontrollzyklen nachweisen (p = 0,03). Hierbei ovulierten Kühe, die in den Kontrollzyklen 2 und 3 zwei Follikelwellen ausbildeten, am zweiten Tag nach der Hormongabe, Tiere mit drei Follikelwellen zwischen neun und elf Tagen post injectionem. Die höchste Synchronisationsrate wurde in Behandlungsgruppe 2 mit der Injektion am 14. Zyklustag erreicht, hier ovulierten fünf der sechs (83,3 %) Kühe am zweiten Tag post injectionem. Der sonographische Nachweis eines Corpus luteum zu Beginn eines Zyklus gelang in 100 % der Fälle innerhalb der ersten fünf Tage post ovulationem. Eine sonographisch sichtbare Gelbkörperrückbildung konnte zwischen einem und drei Tagen nach der Injektion von PGF2alpha festgestellt werden. Der Zeitpunkt der Injektion im Zyklus hatte dabei keinen Einfluss auf die Rückbildung. Die Progesteronkonzentration am ersten Zyklustag lag in 95,2 % der Fälle unter dem Basalniveau von 3 nmol/l. Dabei ergab sich kein statistisch signifikanter Unterschied zwischen Kontroll- und Behandlungszyklen (p = 0,12). 24 Stunden nach einer Applikation von PGF2alpha war in 100 % der Fälle eine vollständige funktionelle Luteolyse durch ein statistisch hochsignifikantes Absinken der Progesteronkonzentration unter das Basalniveau nachweisbar (p < 0,0001). Die gleichzeitige Gabe von GnRH und PGF2alpha führte unabhängig vom Zyklustag der Injektion zu einer Luteolyse. Die Konzentration von Östradiol-17beta veränderte sich durch die Hormongaben im Vergleich zwischen den drei Behandlungsgruppen nicht statistisch signifikant (p = 0,68), bezüglich des Tages nach der Hormonapplikation ergaben sich statistisch signifikante Konzentrationsschwankungen (p = 0,01). Kühe, die am zweiten Tag nach der Hormongabe ovulierten, zeigten am Tag der Injektion eine niedrigere Östradiol-17& beta-Konzentration als später ovulierende Kühe. Dies ließ sich jedoch nicht statistisch belegen. Insgesamt ovulierten 55,6 % der Kühe am zweiten Tag nach der Hormonapplikation. Eine Voraussage des Ovulationszeitpunktes war aufgrund der Befunde am Tag der Hormongabe nicht möglich. Die Follikelwellenanzahl sowie der genaue Zyklustag haben einen Einfluss auf die Synchronisationsrate der Ovulation.

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