Das Ziel der Arbeit war die Klärung der Fragestellung inwieweit sich die Gesichtsproportionen im Vergleich zu den 'göttlichen Proportionen' während des Wachstums verändern.
Die Veränderungen der Gesichtsproportionen wurden anhand von 102 Enface-Fotos ausgewertet. Es handelte sich dabei um Fotos von 20 weiblichen und 20 männlichen Probanden. Pro Foto wurden 5 transversale und 7 vertikale Referenzstrecken festgelegt. Zur Beurteilung inwieweit Veränderungen der Gesichtsproportionen stattgefunden haben, wurden die Gesichtsfotos der Probanden im Kindes-, Jugend- und Erwachsenenalter vermessen und verglichen. Dabei wurden für alle Fotos in zwei Ebenen (transversal / vertikal) anhand eines Basiswertes (= 1) die entsprechenden Idealwerte der Referenzstrecken mittels der 'Göttlichen Proportionen' errechnet. Diese Idealwerte wurden dann mit den tatsächlich gemessenen Referenzstrecken verglichen. Die durchschnittlichen prozentualen absoluten Abweichungen aller Referenzstrecken von ihren Idealwerten konnten in der Transversalen und der Vertikalen mittels eines Gesichtsdisproportionsindex dargestellt werden.
Die Ergebnisse dieser Arbeit zeigten, dass sich die Gesichtsproportionen im Laufe des Wachstums vom Kindes- bis zum Erwachsenenalter durchschnittlich nur in geringem Maße veränderten. Es lag allerdings eine große individuelle Variation vor.
Ebenso bewegten sich die prozentualen Abweichungen von den 'Göttlichen Proportionen' in relativ engen Grenzen, so lagen die durchschnittlichen absoluten Abweichungen sämtlicher transversaler und vertikaler Referenzstrecken zwischen 10,5% und 18,1% bei den weiblichen Probanden und zwischen 12,0% und 18,3% bei den männlichen Probanden. Es konnten keine geschlechtsspezifischen Unterschiede festgestellt werden.
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