Methodische Untersuchung zur exfoliativen Endometriumszytologie bei der Stute
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Zusammenfassung
Ziel dieser Untersuchung war festzustellen, ob die Anzahl der Endometriumzellen und Erythrozyten in der exfoliativen Endometriumszytologie durch den Abstand der Probenentnahme zur letzen Geburt bzw. Ovulation, das Alter der Stuten, die Parität, dem Uterusödem, dem Progesteron- bzw. Östradiol-17beta-Spiegel und dem Entnahmesystem (Uteruskulturtupfer und CytologyBrush®) beeinflusst werden. Hierfür wurde jeder Stute mit einem Entnahmesystem eine intrauterine Zellprobe entnommen und die Endometrium-, Erythrozyten-, die Gesamtzellzahl und die Anzahl der neutrophilen Granulozyten bestimmt.Des Weiteren sollte die vorliegende Untersuchung überprüfen, ob die Endometriumzell-, Erythrozyten- oder Gesamtzellzahl in der exfoliativen Endometriumszytologie die Etablierung einer Trächtigkeit beeinflusst.Die Trächtigkeitsuntersuchung erfolgte ultrasonographisch zwischen dem 16. und 20. Tag nach der Besamung.Folgende Resultate konnten erzielt werden. Es konnte gezeigt werden, dass der CytologyBrush® hoch signifikant mehr Zellen im Ausstrich lieferte als der Uteruskulturtupfer. Mit Hilfe des CytologyBrush® konnten in der exfoliativen Endometriumszytologie hoch signifikant mehr Endometriumzellen als mit dem Uteruskulturtupfer nachgewiesen werden. Die Anzahl der Erythrozyten war knapp nicht signifikant vom Entnahmesystem abhängig. Es konnte ein signifikant positiver Zusammenhang zwischen dem Östradiol-17beta-Spiegel und der Gesamtzellzahl im Ausstrich gezeigt werden. Hierbei war mit Hilfe der linearen Regression eine Zunahme der Zellen um den Faktor 1,25 bei einer Verdoppelung des Östradiol-17beta-Spiegels zu erkennen. Der Zusammenhang zwischen der Endometriumzellzahl und dem Östradiol-17beta-Spiegel war knapp nicht signifikant. Zwischen der Erythrozytenzahl und dem Östradiol-17beta-Spiegel bestand eine hoch signifikant positive Korrelation, wobei die lineare Regression eine Erhöhung dieses Zelltyps im Ausstrich um den Faktor 2,57 bei einer Verdoppelung des Östradiol-17beta-Spiegels anzeigte. Es lag kein Zusammenhang zwischen dem Progesteronspiegel und der Gesamtzell-, Endo-metriumzell- oder Erythrozytenzahl vor. Es lag ein signifikant negativer Zusammenhang zwischen der Endometriumzellzahl und der Parität vor, was eine Abnahme der Endometriumzellen im Ausstrich um 6 % pro Geburt zur Folge hatte. Kein Einfluss war zwischen der Gesamtzell- bzw. Erythrozytenzahl und der Parität zu erkennen. Keine Beziehung zwischen der Gesamt-, Endometrium- oder Erythrozytenzahl und dem Abstand der Probenentnahme und der letzten Geburt bzw. Ovulation, dem Uterusödem oder dem Alter der Stute konnte in dieser Untersuchung festgestellt. Die Gesamtzell-, Endometriumzell- oder Erythrozytenzahl beeinflusste die Etablierung einer Trächtigkeit nicht.Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass die Rosse der ideale Zeitpunkt für die Entnahme der exfoliativen Endometriumszytologie ist, da die Gesamt- und Erythrozytenzahl durch einen Anstieg des Östradiol-17beta-Spiegels positiv beeinflusst wird und der CytologyBrush® die meisten Endometriumzellen im Ausstrich liefert.Weder die Gesamtzellzahl, Endometriumzellzahl noch die Erythrozytenzahl beeinflussen die Etablierung einer Trächtigkeit.Verknüpfung zu Publikationen oder weiteren Datensätzen
Beschreibung
Anmerkungen
Erstpublikation in
Giessen : VVB Laufersweiler
