Rauchverhalten in der Schwangerschaft mögliche Beeinflussung des Zigarettenkonsums schwangerer Frauen durch Sanktions- oder Belohnungskonzepte

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Zielsetzung: Die Untersuchung von Abhängigkeiten zwischen Raucherstatus in der Schwangerschaft und möglichen Befürchtungen von Folgen für das Ungeborene, sowie zu der Einstellung zu möglichen gesetzlichen Maßnahmen gegen das Rauchen in der Schwangerschaft.Patienten und Methoden: Für die Studie wurden von November 2015 bis November 2016 166 schwangere Patientinnen aus ambulanter oder stationärer Betreuung zum Thema befragt. Das gesamte Patientenkollektiv setzte sich aus 30 Raucherinnen, 78 Ex-Raucherinnen, darunter 31, die das Rauchen wegen der aktuellen Schwangerschaft aufgegeben hatten, und 58 Nichtraucherinnen zusammen. Bei dieser einzeitigen Erhebung wurden neben soziodemografischen und schwangerschaftsbezogenen Faktoren, allgemeines Gesundheitsverhalten in der Schwangerschaft, Befürchtungen für das Ungeborene, Rauchverhalten und Einstellung zu möglichen gesetzlichen Maßnahmen gegen das Rauchen in der Schwangerschaft erfragt. Alle Items wurden in quantitative Skalenwerte übersetzt, um eine statistische Auswertung zu ermöglichen.Ergebnisse: Neben dem Zusammenhang zwischen Raucherstatus, soziodemografischen und schwangerschaftsbezogenen Faktoren, zeigte sich, dass Raucherinnen sich auch in anderen Bereichen weniger gesundheitsbewusst verhielten als Ex- und Nichtraucherinnen. Ebenso hatten sie auch weniger Befürchtungen, dass dem Ungeborenen durch das Rauchen Schäden zugefügt werden könnten. Auch in Bezug auf die Bewertung des vor-gelegten Gesetzesentwurfs zeigten sich Abhängigkeiten vom Raucherstatus, insofern, dass die Gruppe der Raucherinnen diesen am wenigsten im Sinne des ungeborenen Kindes als vertretbar empfanden und in allen Rauchergruppen eher Gelstrafen als Belohnungen, aber am häufigsten weder das eine noch das andere als sinnvolle Konsequenz eines Gesetzes angesehen wurden.Diskussion: Als Konsens dieser Arbeit kann formuliert werden: Beiden Konzepten stünden rechtliche und finanzielle Hürden entgegen. Die Umsetzung eines Gesetzesentwurfs bedarf einer gut durchdachten Planung und Strukturierung. Neben der rechtlichen Basis ist es außerdem von großer Bedeutung eine intensivere und langfristige Präventionsarbeit zum Thema Rauchen und speziell zum Rauchen in der Schwangerschaft zu leisten.

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