Veränderung der Herzfrequenz nach ventrikulärer Extrasystole : eine prospektive Studie bei herzgesunden Probanden

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Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems stehen in den Industriestaaten an erster Stelle der Todesursachenstatistik. Ein neues nicht-invasives Messverfahren zur Risikostratifikation ist die Herzfrequenzturbulenz. Sie wird durch die zwei Parameter Turbulenz-Onset und Turbulenz-Slope dargestellt. Die vorliegende Studie wurde durchgeführt, um die neuen Parameter an einem herzgesunden Kollektiv zu ermitteln und mögliche physiologische Einflüsse auf diese Parameter zu eruieren. Die Studie wurde an 95 herzgesunden Probanden anhand eines 24-Stunden-EKGs durchgeführt. Als herzgesund wurden alle Probanden eingestuft, die entweder einen Normalbefund in der Koronarangiographie aufwiesen oder über 18 Jahre waren, keine Vorgeschichte für kardiale oder metabolische Krankheiten hatten, ein normales EKG in Ruhe und während Belastung lieferten, normal physisch belastbar waren und ein normales Herzechokardiogramm aufwiesen. Das Durchschnittsalter der Probanden betrug 35±14 Jahre. 23 von 95 Probanden (24%) wiesen einen positiven HRT-Onset auf. Dieses Ergebnis lässt vermuten, dass eine Erhöhung des Onset-Grenzwertes die Spezifität des Parameters verbessern könnte. Die Verteilung auf die Geschlechter betrug 18% positive Werte bei Frauen und 29% positive Werte bei Männern. Ein geschlechtsspezifischer Vergleich des gewichteten linearen Regressionsmodels über der durchschnittlichen Zykluslänge vor der VES lieferte keine signifikanten Unterschiede. Eine verringerte HRT-Slope konnte bei 5% der Probanden gefunden werden, wobei keine signifikanten geschlechterspezifischen Unterschiede nachgewiesen wurden. Dieses Ergebnis bestätigt die Resultate von Schmidt et al. bezüglich des Turbulenz-Slope. Während der Turbulenz-Slope bei den Männern von der bestehenden Zykluslänge abhängt, zeigt er bei Frauen ein konstantes Verhalten ohne Beeinflussung von der vorangehenden Herzfrequenz. Der Test der Gleichheit der Regressionslinien über die der VES vorausgegangenen Zykluslängen erbrachte einen signifikanten p-Wert von 0,0023. Es ist anzunehmen, dass in Zukunft die HRT eine entscheidende Rolle zur Identifikation von Risikopatienten hat, da es besser möglich sein wird, in die neurohumoralen Mechanismen Einblick zunehmen, die wahrscheinlich Einfluss auf das weitere Schicksal eines Patienten haben. Ein Nachteil der Methode stellt die fehlende Aussagekraft bei Patienten mit Vorhofflimmern dar, da ein nicht unwesentlicher Anteil von Beispielsweise Myokardinfarktpatienten eine solche Rythmusstörung aufweist.

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