Transvenöse Embolisation des persistierenden Ductus arteriosus (<= 4,0 mm) mit einem verlängerten Coil beim Hund

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In der Veterinärmedizin hat die Interventionelle Therapie zum Verschluss despersistierenden Ductus arteriosus einen gleichberechtigten Platz mit derchirurgischen Variante eingenommen. Daher ist hier ein sicheres und effektivesVeschlusssystem erforderlich.Etabliert haben sich dabei die schon in der Humanmedizin erprobten fasertragendenDrahtspiralen (Coils) der Stärke 0,038 Inches. Obwohl ideal für ihren Einsatz beimkleinen PDA ist jedoch schon beim mittelgroßen PDA ein vollständiger Verschlussmit einem singulären Coil oftmals nicht zu erreichen. Der Versuch, mittels multiplenCoils, die nacheinander implantiert werden, den Restshunt zu reduzieren, erhöht dieEingriffsdauer, Strahlenbelastung, das Risiko einer Coil-Dislokation und einerHämolyse sowie die Kosten. Untersuchungsziel dieser Arbeit war es daher, ob kleineund vor allem mittelgroße PDA mit einem verlängerten Coil sicher und effektiv zuverschliessen sind.In der vorliegenden Studie wurden 53 Patienten mit einem PDA (<= 4,0 mm) undeinem Körpergewicht von mehr als 3 kg in die Studie aufgenommen, weitere schwereangeborene kardiale Defekte galten als Ausschlusskriterium. Zunächst wurde derPDA angiographisch dargestellt, morphologisch klassifiziert und ausgemessen. Dieanschließende Coil-Implantation erfolgte transvenös. In Gruppe A mit einem Ductusvon maximal 2,5 mm wurde ein Coil mit 5 mm Durchmesser und 5 Windungeneingesetzt. In Gruppe B mit einem Ductusdurchmesser zwischen 2,6 und 4,0 mmkam ein verlängerter Coil mit 6,5 mit 8 Windungen bzw. mit 8 mm und 10 Windungenzum Einsatz. Druck- und Sauerstoffmessungen vor und nach der Implantation sowieeine Kontrollangiographie dienten der Überprüfung des unmittelbarenTherapieerfolges. Klinische und echokardiographische Kontrollen innerhalb einesJahres nach der Implantation untersuchten den Langzeiterfolg.Das Alter der Hunde betrug zwischen 1,8 und 101,5 Monaten (Median 8,5 Monate),das Körpergewicht lag zwischen 3,2 und 48,7 kg (Median 9,1 kg). Folgende PDAFormenwaren vertreten: 41mal Typ E (lang und konisch), 9mal Typ A (konisch) und3mal Typ D (mehrere Engstellen). Der Durchmesser des PDA an der pulmonalenEngstelle betrug im gesamten Untersuchungsgut 2,92 ± 0,69 mm. 13 Hunde hatten einen kleinen PDA (1,6 - 2,4 mm; Gruppe A) und 40 einen mittelgroßen PDA (2,6 - 4,0 mm, Gruppe B).Die Implantation gelang bei allen 53 Patienten. Lebensbedrohliche Komplikationentraten nicht auf. Angiographisch konnte bei 7/9 (78%) in Gruppe A und 18/38 (47%)in Gruppe B ein vollständiger Shuntverschluss dokumentiert werden. Parallel dazuzeigte sich in beiden Gruppen eine signifikante Abnahme des Shuntquotienten undder linksventrikulären Volumenbelastung.Die Doppler-Echokardiographisch belegte Verschlussrate nach 24-48 Stunden, 3 und12 Monaten lag in Gruppe A bei 85%, 100% und 100% und in Gruppe B bei 58%,61% und 71%. Der Verlauf des Verschlusses zwischen beiden Gruppen warsignifikant unterschiedlich.Bei der 3 Monats-Untersuchung wurde in der Gruppe der mittelgroßen PDAuntersucht, in wieweit die Restshunts noch eine Volumenbelastung verursachten.Hierbei zeigte sich bei keinem der untersuchten Parameter ein signifikanterUnterschied zwischen den Hunden mit Komplettverschluss gegenüber den Hundenmit Restshunt.Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die zu prüfende transvenöse Embolisationdes PDA (<= 4,0 mm) mittels eines verlängerten ablösbaren Coils einfach und sicherist. Der kleine PDA (<= 2,5 mm) wird innerhalb von 3 Monaten vollständigverschlossen, beim mittelgroßen (2,6 - 4,0 mm) PDA bleiben nach 3 bzw. 12Monaten noch bei ca. 40% bzw. 30% der Patienten kleine Restshunts, welche jedochbereits bei der 3 Monats-Untersuchung keine hämodynamische Belastung mehrdarstellen.

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Erstpublikation in

Giessen : VVB Laufersweiler 2010

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