Etablierung und Evaluierung zweier IgG Subklassen-ELISA für die Borreliose-Diagnostik beim Menschen

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Es wurde in dieser Studie ein neues diagnostisches Verfahren in Form zweier borrelienspezifischer IgG1-und IgG3-Subklassen-ELISA(Antigen: Borrelienstamm Pko) und deren Auswertung etabliert, um durch mögliche Unterschiede in dem IgG1- undIgG3-Subklassenverhältnis in Bezug zur klinischen Symptomatik einen neuen diagnostischen Parameter zu finden. Dabei wurden untereNachweisgrenzen für die beiden ELISA festgelegt, mit Hilfe derer eine Differenzierung der seronegativen und seropositivenProbandengruppen möglich war (Sensitivität 83%; Spezifität 80%). Weiterhin wurde das diagnostische Verfahren durch Bestimmung derIntra- und Inter-Assay-Präzisionen und der Überprüfung der Verdünnungsechtheit auf die Leistungsfähigkeit überprüft. Es wurden mit denIgG1- und IgG3-ELISA 219 Probanden untersucht, die in drei Gruppen aufgeteilt wurden: die seropositive Probandengruppe mitLB-Symptomatik (n=82), die seropositive Probandengruppe ohne LB-Symptomatik (n=62) und die seronegative Probandengruppe (n=75).Dabei wurden in diesen Gruppen nach Syndromen aufgeteilte Untergruppen gebildet und miteinander verglichen. Alle Probanden wurdenmittels IgG(gesamt)-ELISA oder Westernblot auf borrelienspezifische Antikörpertiter voruntersucht. Bei den beiden seropositivenProbandengruppen wurden IgG3/IgG1-Quotienten gebildet und miteinander verglichen. Die Trennung der beiden seropositivenProbandengruppen wurde durch Bestimmung eines Cut-Off-Wertes möglich, der bei einem Q IgG3/IgG1 von 1,2 festgesetzt wurde(Sensitivität 84% und Spezifität 74%). Die Gruppe der seropositiven Probanden mit LB-Symptomatik wies signifikant höhere QIgG3/IgG1-Werte als die seropositive Probandengruppe ohne LB-Symptomatik auf (p<0,0001). Bei 24 Neuroborreliosepatienten wurde das IgG3/IgG1-Verhältnis über einen Zeitraum von 1-21 Monaten beobachtet. In 79% der Fällenahmen die Q IgG3/IgG1-Werte ab. Bei 40 Probanden (24 seropositive Probanden mit LB-Symptomatik und 16 seropositive Probanden ohne LB-Symptomatik) wurde dasIgG3/IgG1-Verhältnis nicht nur mit Antigen des Vertreters des B.burgdorferi Stammes Pko beschichteten Mikrotiterplatten untersucht,sondern auch mit Antigenen dreier anderer B.burgdorferi Stämme: B31, Pka II und Pbi. Dabei konnte auch bei diesen Untersuchungensignifikant höhere Q IgG3/IgG1-Werte bei der seropositiven Probandengruppe mit LB-Symptomatik gegenüber den Probanden derseropositiven Gruppe ohne LB-Symptomatik ermittelt werden.Die Ergebnisse dieser Studie zeigen, daß es durch Etablierung diesesneuen diagnostischen Verfahrens erstmalig die Erkennung von LB-Patienten mit Hilfe serologischer Mittel gelungen ist.

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