Untersuchungen zum Trächtigkeitsverlust zwischen zwei Terminen der Trächtigkeitsuntersuchung bei Milchkühen
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Zusammenfassung
Die vorliegende Arbeit hatte das Ziel, festzustellen, wie viele der bei einer frühen sonographischen Trächtigkeitsuntersuchung als tragend diagnostizierten Tiere bei einer zweiten Untersuchung 14 Tage später nicht mehr tragend sind. Weiterhin sollten potentielle kuhindividuelle Risikofaktoren ermittelt werden, die für einen Trächtigkeitsverlust prädisponieren. In die Studie wurden 520 trächtige Tiere (54 Färsen und 463 Kühe) von fünf Betrieben in Schleswig - Holstein eingeschlossen. Drei Tiere wurden nach einem Fruchtverlust im Untersuchungszeitraum erneut tragend und zum zweiten Mal in die Untersuchungen eingeschlossen. Bedingungen für eine Aufnahme in die Untersuchungen waren künstliche Besamung zu einem bekannten Besamungsdatum, positive erste Trächtigkeitsuntersuchung (28. - 35. Tag p. i.) und erneute sonographische Untersuchung der Tiere 14 Tage nach der ersten TU. Zum Zeitpunkt von beiden Trächtigkeitsuntersuchungen wurde mittels Ultraschall die Rückenfettdicke (RFD) gemessen. Zu jedem Tier wurden folgende Daten als mögliche Risikofaktoren für einen Fruchtverlust aufgenommen: Milchleistung, Güstzeit, Anzahl der Embryonen, Anzahl der Laktationen, Alter, Verlauf der letzten Kalbung, Hormonbehandlungen, Vorerkrankungen und Erkrankungen (Mastitis, Lahmheit) zum Zeitpunkt der Besamung und zwischen den beiden Trächtigkeitsuntersuchungen. Folgende relevante Ergebnisse konnten erzielt werden:- Von 520 trächtigen Tieren erfuhren 24 Tiere (4,6 %) vom 28. - 49. Tag p. i. einen Trächtigkeitsverlust. Dabei handelte es sich um eine Färse und 23 Kühe.- Zwischen den fünf Betrieben gab es hinsichtlich der Trächtigkeitsverlustrate im Untersuchungszeitraum Unterschiede: Eine Verlustrate von 1,4 % fand sich in Betrieb 1 (1 von 70 Tieren), Betrieb 2 zeigte eine Verlustrate von 9 % (9 von 100 Tieren), in Betrieb 3 betrugen die Verluste 4,9 % (2 von 40 Tieren), in Betrieb 4 waren es 2 % (4 von 200 Tieren) und in Betrieb 5 waren es 7,3 % (8 von 110 Tieren). Es konnte kein statistisch signifikanter Zusammenhang zwischen den Trächtigkeitsverlusten im Untersuchungszeitraum und dem Betrieb festgestellt werden (p = 0,4).- Zwischen den Trächtigkeitsverlusten im Untersuchungszeitraum und den untersuchten Risikofaktoren konnte kein statistisch signifikanter Zusammenhang nachgewiesen werden.- Von den 520 trächtigen Tieren wurden acht mit einer Zwillingsträchtigkeit diagnostiziert. Von diesen acht Kühen erfuhr keine einen Fruchtverlust im Untersuchungszeitraum, eine Kuh abortierte zu einem späteren Zeitpunkt, zwei kalbten mit einem Kalb, fünf kalbten mit Zwillingen ab. Von den 512 mit Einlingsgraviditäten diagnostizierten Tieren gebaren fünf Tiere Zwillinge. Zusammenfassend ist hervorzuheben, dass die Vorteile einer frühen Trächtigkeitsuntersuchung betriebsspezifisch sind. Soll eine frühe sonographische Trächtigkeitsuntersuchung in einer Herde standardmäßig etabliert werden, sollte in einer Voruntersuchung analysiert werden, wie hoch die Verluste zwischen dem frühen Zeitpunkt und dem konventionellen Zeitpunkt der TU sind. Da sich keine kuhspezifischen Risikofaktoren für einen Trächtigkeitsverlust darstellen ließen, sollte die frühe Untersuchung bei allen Tieren durchgeführt werden.Verknüpfung zu Publikationen oder weiteren Datensätzen
Beschreibung
Anmerkungen
Erstpublikation in
Gießen : VVB Laufersweiler
