Dos miradas sobre el espacio público en Cartagena (Colombia) y Quito (Ecuador) : de componente relevante conceptualmente pero relegado en la práctica a instrumento central de gestión urbana
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Zusammenfassung
Der öffentliche Raum lateinamerikanischer Städte kann als ein Konfliktfeld verstanden werden, in dem viele Akteure und deren Interessen zusammentreffen, und die dann auch die strukturellen Probleme der Stadt reflektiert. Bisherige Studien zeigen unterschiedliche Tendenzen der Nutzung öffentlichen Raumes: eine schleichende Privatisierung; ein auf funktionelle Aspekte reduzierter Raum, entweder ein Umfeld für Freiheit oder eines für Kontrolle, oder auch für Machtdemonstration und Artikulation von Widerstand. Die Interpretation als Instrument zur Umsetzung transversaler Politik ist sehr jungen Datums. An den Beispielen von Cartagena (Kolumbien) und Quito (Ecuador) werden Entwicklungstendenzen diskutiert. Beide Städte gehören dem UNESCO Programm "Kulturerbe der Menschheit" an, beide verfügen über ein sehr gut erhaltenes koloniales Zentrum, eine historisch gewachsene Zentralität, damit im Prinzip über eine hervorragende Ausgangssituation, um auf der Basis "öffentlichen Raum" eine neue Ausrichtung der Stadtentwicklung zu erarbeiten. Für die Stadtverwaltung stellt sich nun die Herausforderung, neue Interaktionsmöglichkeiten zu schaffen. Dieser Prozess wurde in Quito zwischen 2009 - 2014 weit vorangebracht, mit den Kulturprogrammen, dem kommunalen Fahrrad und den Maßnahmen zur Verbesserung der Sicherheit für die Bevölkerung ein fühlbares Niveau räumlichen Zusammenhaltes geschaffen. Dieses stellt die Basis zur Entwicklung eines städtischen Beziehungskapitals dar. Mit diesem Verständnis des öffentlichen Raumes, Bestandteil von fünf der sieben Entwicklungsachsen der Metropolitanplanes, und des Kolonialen Zentrums, Bestandteil aller Sektorpläne, wird eine neue Struktur der Raumplanung geschaffen, eine Art ergänzender Koordinierungsinstrument auf der Mikro-Ebene räumlicher Planung entwickelt. Einen solchen Prozess kann man in Cartagena nicht beobachten. Die Ziele des metropolitanen Entwicklungsplanes sind deutlich ungenauer, nur sektorspezifisch formuliert. Es dominieren Elemente von Management und Kontrolle. Darüber hinaus ist die Entwicklung des Kolonialen Zentrums ein mehr oder weniger isolierter Planungsbereich. Es gibt keine spezifische Politik für den Umgang mit dem öffentlichen Raum. Innerhalb der vier Entwicklungsachsen der Stadt, werden Koloniales Zentrum und öffentlicher Raum nur indirekt erwähnt.Verknüpfung zu Publikationen oder weiteren Datensätzen
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Forschungsdaten
Schriftenreihe
Discussion papers / Zentrum für Internationale Entwicklungs- und Umweltforschung; 69
