Einflussfaktoren auf die Prognose cerebraler Metastasen : eine retrospektive Studie

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Hirnmetastasen werden häufig bei Patienten mit stationären systemischen Karzinomen als Zeichen eines neuen Wachstumsschubs beobachtet. Treten Hirnmetastasen auf, wird besonders die Lebensqualität der betroffenen Patienten durch neurologische Ausfälle oder ein Krampfleiden eingeschränkt. Nach Diagnosestellung wird eine frühzeitige Therapie zur Verbesserung der Lebensqualität, aber auch der Überlebenszeit angestrebt.Als Therapie akzeptiert sind heute die operative Metastasenentfernung oder die Radiochirurgie sowie eine postoperative fraktionierte Ganzhirnbestrahlung, häufig verbunden mit einer am Primärtumor orientierten systemischen Chemotherapie.In dieser retrospektiven Studie wurden 139 Patienten (mittleres Alter 59 ± 2,3 Jahre, m:w = 84 : 55) mit zerebralen Metastasen untersucht, die während des Zeitraums vom 1.1.1994 bis zum 31.12.2000 wegen zerebraler Metastasen operiert wurden. Besonderes Augenmerk galt dem Vergleich von postoperativ nachbestrahlten zu nicht nachbestrahlten Patienten.Auch wenn sich insgesamt kein signifikanter Einfluss der postoperativen Strahlentherapie auf die mediane Überlebenszeit der Patienten zeigt, kann man in unserem Kollektiv belegen, dass Patienten mit singulären cerebralen Metastasen, die eine postoperative fraktionierte Strahlentherapie erhielten zu einem Drittel weniger Rezidiv- oder Zweitmetastasen nach einer deutlich längeren Latenzzeit entwickelten und auch weniger häufig an zerebralen Todesursachen verstarben als Patienten ohne postoperative Strahlentherapie.Obwohl über den Zusammenhang zwischen Nutzen und Strahlenschäden gerade bei Langzeitüberlebern kaum Daten vorliegen, ist die Indikation zur fraktionierten postoperativen Strahlentherapie anhand der vorliegenden Daten sinnvoll, da die Patienten in dieser Studie nicht häufiger an durch die Strahlentherapie verursachten neurologischen Komplikationen versterben. Im Gegenteil: die Strahlentherapie verhindert sogar in einem gewissen Ausmaß das Auftreten von neurologischen Komplikationen indem sie die zerebrale Rezidivrate der Metastasen senkt und somit die Lebensqualität positiv beeinflusst.

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