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Ernährungskommunikation in sozialen Medien. Eine empirische Mixed-Methods-Untersuchung der ernährungsbezogenen Nutzung und den Medienpraktiken

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https://doi.org/10.22029/jlupub-21392

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Die Ernährungskommunikation in sozialen Medien spielt eine zentrale Rolle für das Ernährungshandeln, da digitale Kommunikationsräume zeit- und ortsunabhängige Möglichkeiten zur Auseinandersetzung mit Ernährungsfragen bieten. Unklar bisher ist, wie Nutzer:innen soziale Medien ernährungsbezogen nutzen, welche Medienpraktiken sich im Hinblick auf Ernährung zeigen und welche Faktoren diese prägen. Die Dissertation ist im Forschungsfeld der gesellschaftlichen Ernährungskommunikation verortet und kombiniert qualitative sowie quantitative Ansätze, um ein umfassendes Verständnis zu gewinnen. Der theoriegeleitete Bezugsrahmen der Praxistheorie bildet die analytische Grundlage für die Interpretation der Analyse der Ergebnisse der Online-Befragung, der Typologie und den leitfadengestützten Interviews. Die Ergebnisse liefern repräsentative Daten zur ernährungsbezogenen Nutzung sozialer Medien, zur Food Literacy (FL) und Social Media Literacy (SML) in Deutschland (18–49 Jahre). Zudem wurden drei Nutzer:innentypen identifiziert, die sich in zwei Dimensionen (FL, SML) an den Grenzen des ernährungsbezogenen Mediennutzungsverhaltens bewegen und dabei in hohem Maße unterscheiden. Die Kontrastierung der Fälle gewährleistet damit eine möglichst breite Ermittlung von plattformübergreifenden ernährungsbezogenen Praktiken in sozialen Medien und ihre Determinanten – insbesondere die Relevanzzuschreibung der Ernährung und die Bedeutung ernährungsbezogener und digitaler Kompetenzen. Die Studie verdeutlicht, dass FL maßgeblich prägt, wie Ernährungsinhalte verstanden werden, während SML den Umgang mit digitalen Räumen bestimmt. Relevanzzuschreibungen entstehen im Rahmen der Sozialisation und können durch algorithmisch ausgewählte Inhalte in sozialen Medien zusätzlich verstärkt werden. Die Arbeit betont die zentrale Rolle von Ernährungskommunikation in sozialen Medien als maßgeblichen Bedeutungsträger und trägt durch die Untersuchung der Interdependenzen zwischen Kommunikation und Ernährungshandeln zur Erschließung neuer Erkenntnisbereiche in der Ernährungskommunikationsforschung bei. Dadurch wird der Stellenwert von Ernährungskommunikation als eigenständiger Forschungsgegenstand gestärkt. Im Gegensatz zu bisherigen Ansätzen ermöglicht die Analyse der Medienpraktiken aus der Perspektive der Nutzer:innen einen innovativen Zugang zum Verständnis des Ernährungshandelns im Kontext sozialer Medien.

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