Eine neue Methode zur Bestimmung der Passgenauigkeit von Einzelzahnrestaurationen mittels Intraoralscanner

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Das Ziel der vorliegenden Studie war es, eine neue, digitale Messmethode zur Bestimmung der Passgenauigkeit von Einzelzahnrestaurationen mittels Intraoralscanner zu entwickeln und diese sowohl einer etablierten, konventionellen Replikatechnik als auch einer digitalen, externen Analysesoftware vergleichend gegenüberzustellen. Um unterschiedliche Restaurationsmaterialien hinsichtlich ihrer Eignung als Messkappen zu untersuchen, wurden diese aus verschiedenen CAD/CAM-Werkstoffgruppen hergestellt. Darüber hinaus sollte analysiert werden, inwieweit der bei der Kappenherstellung in der Software einzustellende Zementspaltparameter und die Messposition einen Einfluss auf die Passgenauigkeit haben. Zunächst erfolgten Laborversuche an zwei Modellen (zahnbegrenzte Situation, Freiendsituation), welche unterschiedliche klinische Situationen simulierten. Hierzu wurde die Präparationen des ersten Molaren mittels Intraoralscanner (Trios 3) gescannt und anhand des Datensatzes jeweils eine Kappe aus CAD/CAM-Komposit (KOM), Zirkoniumdioxid (ZIR) und Nichtedelmetall (NEM) mit einem eingestellten Zementspaltparameter von 50 µm und 80 µm hergestellt. Anschließend erfolgte die Untersuchung der Passgenauigkeit aller zwölf Messkappen mit der konventionellen Replikatechnik und den beiden digitalen Messmethoden an 16 definierten Messpunkten. Die Auswertung wurde mit jeder Messkappe fünf Mal wiederholt. Die statistische Auswertung der Ergebnisse zeigte keine signifikanten Unterschiede zwischen den drei Auswertungsmethoden und drei Messkappenmaterialien (p> 0.05). Jedoch zeigten sich im Bereich der okklusalen Messpositionen signifikant höhere Passungenauigkeiten als im axialen und marginalen Bereich (p< 0,05). Die Korrelation zwischen voreingestelltem Zementspaltparameter und den tatsächlich gemessenen Werten war bei 80 µm höher, als bei 50 µm, weshalb für die klinische Untersuchung lediglich 80 µm Kappen hergestellt wurden.Zur Validierung der Laborversuche wurde die klinische Untersuchung an 30 Zähne durchgeführt, die im Rahmen einer prothetischen Versorgung eine Restauration benötigten. Die Präparationen wurden ebenfalls gescannt und auf Grundlage des Datensatzes wurden für jeden Zahn jeweils eine Kappe aus KOM, ZIR und NEM hergestellt. Anschließend erfolgte analog zu den Laborversuchen die Untersuchung der Passgenauigkeit mit allen drei Messmethoden an 16 definierten Messstellen.Die statistische Auswertung der klinischen Ergebnisse zeigte ebenfalls keinen signifikanten Unterschied zwischen den drei Auswertungsmethoden (p> 0.05). Jedoch zeigten die NEM Messkappen eine signifikant höhere Passgenauigkeit im Vergleich zu ZIR und KOM (p< 0,05). Die okklusalen Messpositionen zeigten bei allen Materialien signifikant höhere Passgenauigkeiten, als die axialen und marginalen Bereiche (p< 0,05). Eine Korrelation zwischen voreingestelltem Zementspalt und tatsächlich gemessenem Spalt konnte im marginalen Bereich bei allen Messkappen festgestellt werden.Die Untersuchungen zeigten, dass die neue Intraoralscanner-basierte Messmethode sowohl in Laborversuchen, als auch klinisch anwendbar ist und zu keinen signifikant abweichenden Ergebnissen führt, als die herkömmliche, konventionelle Replikatechnik bzw. die digitale, externe Analysesoftware (p> 0.05). Dies ermöglicht eine breite Anwendung der Methodik ohne spezielles Expertenwissen oder einen aufwendigen Versuchsaufbau.

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Giessen : VVB Laufersweiler Verlag

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