Urolithiasis bei Schafböcken

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Das Auftreten von Harnsteinen stellt sowohl im Bereich der Berufsschäferei als auch bei Hobbytieren insbesondere beim männlichen Tier ein folgenschweres Problem dar. Setzen sich Harnsteine in der Urethra fest, kommt es zu einer obstruktiven Urolithiasis mit Rückstau von Urin in die Blase. Dies ist als Notfall zu betrachten und endet ohne Therapie meist tödlich. Als Risikofaktoren dieser Erkrankung gelten die Fütterung, das Geschlecht, die Anatomie der Harnröhre, der Kastrationsstatus sowie geographische Daten hinsichtlich der Haltung (Weide, Flüssigkeitsversorgung).In der eigenen Studie sollte daher anhand von Meta-Analysen die durchschnittliche Prävalenz von Harnsteinen, der Einfluss von Spezies- bzw. Rasse, der Einfluss der Kastration sowie die Erfolgsrate bei verschiedenen Therapieoptionen ermittelt werden.In der Literatur wird häufig eine Prädisposition für das Entstehen einer obstruktiven Urolithiasis bei (früh-)kastrierten Böcken angeführt, wobei diese mit einer Minderentwicklung der Urethra nach der Kastration in Verbindung gebracht wird. Daher sollte in der eigenen Studie mittels sonographischer Vermessung der Harnröhre kastrierter sowie intakter Bocklämmer gezeigt werden, ob sich kastrierte Bocklämmer hinsichtlich ihres Urethrallumens von intakten Lämmern unterscheiden.Da die Bildung von Harnsteinen stets um einen Nidus stattfindet, welcher außer durch Zelldetritus beispielsweise im Rahmen von Entzündungen des unteren Harntraktes entstehen kann wurden immunhistochemische Untersuchungen der Harnröhre sowie des Präputiums durchgeführt. Hier sollte geklärt werden, ob sich kastrierte, intakte und an Urolithiasis erkrankte Böcke hinsichtlich ihrer lokalen Immunabwehr im Präputium sowie hinsichtlich der periurethralen Neuropeptidgehalte unterscheiden. Hierfür wurden Untersuchungen zur Gewebeverfügbarkeit von CD-3-T-Zellen, CD-79 alpha-B-Zellen und MAC 387-Makrophagen ebenso durchgeführt wie Untersuchungen zu den Miktions-beeinflussenden Neuropeptiden Substanz P und VIP.Abschließend wurde im Rahmen einer Kadaverstudie untersucht, ob die Modifikation bestehender Operationsmethoden die Möglichkeit bietet, eine obstruktive Urolithiasis unter Schonung der Urethra chirurgisch zu therapieren. Sinn dieser Methode ist es, ein solches Verfahren am Patienten zu etablieren und dadurch insbesondere den Besitzern von Liebhabertieren eine langfristig erfolgreiche Behandlungsmöglichkeit bei Urolithiasis bieten zu können.

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