Aufgrund von Wartungsarbeiten steht JLUpub heute (14.04.2026) von 11:30 Uhr bis vorraussichtlich 11:45 Uhr nicht zur Verfügung.
------------------------------------
Due to maintenance work, JLUpub will be unavailable today (14 April 2026) from 11:30 until approximately 11:45.

Die Bedeutung von Anti-präS2-Antikörpern in der Diagnostik des Hepatitis-B-Virus

Loading...
Thumbnail Image

Date

Advisors/Reviewers

Further Contributors

Contributing Institutions

Publisher

Journal Title

Journal ISSN

Volume Title

Publisher

License

Abstract

Seit der Entdeckung des HBsAg vor mehr als 45 Jahren und seiner Etablierung als Marker fürHepatitis-B-Infektionen kommt dem HBsAg-Screening von Blut- und Organspendern eineimmer größere Bedeutung zu. In den letzten Jahren wurde erkannt, dass die verfügbarenHBsAg-Tests versagen können, da sie nur das SHBs-Antigen erkennen. Dieses ist mituntermutiert und reagiert dann nicht mehr mit den Anti-HBs-Antikörpern der Testsysteme. Durchdie Hinzunahme eines monoklonalen Antikörpers gegen ein weiteres Antigen, dempräS2-Antigen, auf dem Hepatitis-B-Virus in etablierte HBsAg-Nachweisverfahren(Abbott AxSYM® und Abbott Architect®) sollen falsch negative Ergebnisse aufgrund vonMutationen im S-Gen verhindert werden.In dieser Arbeit konnte gezeigt werden, dass es durch die Hinzunahme eines Antikörpersgegen das virale präS2-Antigen in die untersuchten Nachweisverfahren zu keinemnennenswerten Verlust der Spezifität kam (= 99,50 %). Gleichwohl fiel auf, dass derSicherheitsabstand der Messwerte zum jeweiligen Cut-off (S/CO = 1,0) (ermittelt alsstandard deviation to Cut-off) bei hospitalisierten und dialysepflichtigen Patienten, sowieSchwangeren im Vergleich zu Blutspendern deutlich niedriger war.Die analytische Sensitivität der beiden Nachweisverfahren wurde anhand von zweiunterschiedlichen Genotypen-Panels ermittelt und zeigte eine Verbesserung um die Faktoren2,51 (Abbott AxSYM®) und 2,19 (Abbott Architect®). Trotz der etwas geringerenVerbesserung der analytischen Sensitivität beim Architect® durch den Anti-präS2-Antikörperist dieser Test mit einer Nachweisgrenze von 0,009 ng/ml drei- bis vierfach empfindlicher alsder Abbott AxSYM® mit Anti-präS2. Bei beiden Tests ergab die Hinzunahme vonAnti-präS2-Antikörpern eine besonders deutliche Verbesserung der Empfindlichkeit fürHBV-Genotyp C.Ein Fortschritt in der diagnostischen Sensitivität konnte durch Untersuchung von HBsAg-Serokonverter-Panels nicht gezeigt werden. Auch bestimmte S-Gen-Mutanten wurden nichtbesser erkannt. Allerdings wurden die in dieser Studie nicht detektierten HBsAg-Mutantenbislang auch von keinem anderen verfügbaren HBsAg-Nachweisverfahren erkannt.Das mittels Western Blot nach denaturierender Gelelektrophorese untersuchte Bindungsverhaltendes in den Testsystemen zusätzlich verwendeten Anti-präS2-Antikörpers 166-34zeigte deutliche Unterschiede der Bandenmuster bei den einzelnen Genotypen: BeiGenotyp D band der monoklonale Antikörper sehr gut, wohingegen es bei Genotyp A nur zueiner schwachen und bei Genotyp C zu fast gar keiner Bindung kam.

Link to publications or other datasets

Description

Notes

Original publication in

Giessen : VVB Laufersweiler

Anthology

URI of original publication

Forschungsdaten

Series

Citation