Die Bedeutung von Anti-präS2-Antikörpern in der Diagnostik des Hepatitis-B-Virus

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Seit der Entdeckung des HBsAg vor mehr als 45 Jahren und seiner Etablierung als Marker fürHepatitis-B-Infektionen kommt dem HBsAg-Screening von Blut- und Organspendern eineimmer größere Bedeutung zu. In den letzten Jahren wurde erkannt, dass die verfügbarenHBsAg-Tests versagen können, da sie nur das SHBs-Antigen erkennen. Dieses ist mituntermutiert und reagiert dann nicht mehr mit den Anti-HBs-Antikörpern der Testsysteme. Durchdie Hinzunahme eines monoklonalen Antikörpers gegen ein weiteres Antigen, dempräS2-Antigen, auf dem Hepatitis-B-Virus in etablierte HBsAg-Nachweisverfahren(Abbott AxSYM® und Abbott Architect®) sollen falsch negative Ergebnisse aufgrund vonMutationen im S-Gen verhindert werden.In dieser Arbeit konnte gezeigt werden, dass es durch die Hinzunahme eines Antikörpersgegen das virale präS2-Antigen in die untersuchten Nachweisverfahren zu keinemnennenswerten Verlust der Spezifität kam (= 99,50 %). Gleichwohl fiel auf, dass derSicherheitsabstand der Messwerte zum jeweiligen Cut-off (S/CO = 1,0) (ermittelt alsstandard deviation to Cut-off) bei hospitalisierten und dialysepflichtigen Patienten, sowieSchwangeren im Vergleich zu Blutspendern deutlich niedriger war.Die analytische Sensitivität der beiden Nachweisverfahren wurde anhand von zweiunterschiedlichen Genotypen-Panels ermittelt und zeigte eine Verbesserung um die Faktoren2,51 (Abbott AxSYM®) und 2,19 (Abbott Architect®). Trotz der etwas geringerenVerbesserung der analytischen Sensitivität beim Architect® durch den Anti-präS2-Antikörperist dieser Test mit einer Nachweisgrenze von 0,009 ng/ml drei- bis vierfach empfindlicher alsder Abbott AxSYM® mit Anti-präS2. Bei beiden Tests ergab die Hinzunahme vonAnti-präS2-Antikörpern eine besonders deutliche Verbesserung der Empfindlichkeit fürHBV-Genotyp C.Ein Fortschritt in der diagnostischen Sensitivität konnte durch Untersuchung von HBsAg-Serokonverter-Panels nicht gezeigt werden. Auch bestimmte S-Gen-Mutanten wurden nichtbesser erkannt. Allerdings wurden die in dieser Studie nicht detektierten HBsAg-Mutantenbislang auch von keinem anderen verfügbaren HBsAg-Nachweisverfahren erkannt.Das mittels Western Blot nach denaturierender Gelelektrophorese untersuchte Bindungsverhaltendes in den Testsystemen zusätzlich verwendeten Anti-präS2-Antikörpers 166-34zeigte deutliche Unterschiede der Bandenmuster bei den einzelnen Genotypen: BeiGenotyp D band der monoklonale Antikörper sehr gut, wohingegen es bei Genotyp A nur zueiner schwachen und bei Genotyp C zu fast gar keiner Bindung kam.

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Giessen : VVB Laufersweiler

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