Untersuchungen zum immunhistologischen Nachweis verschiedener Strukturproteine des Felinen Infektiösen Peritonitis (FIP)-Virus
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Zusammenfassung
1. Ziel dieser Arbeit war es, die immunhistologische Diagnostik der Felinen Infektiösen Peritonitis (FIP) zu optimieren. Hierfür wurden Antikörper eingesetzt, die gegen Epitope der Nukleokapsid-, Membran- und Spikeproteine des Felinen Coronavirus (FCoV) gerichtet waren.2. In der Literaturübersicht werden Coronaviren im Allgemeinen und FCoV im Speziellen vorgestellt. Es wird der gegenwärtige Kenntnisstand in Bezug auf die virale Replikation der Coronaviren sowie auf Epizootiologie und Pathogenese der FIP dargelegt.3. Zunächst wurden eigene immunhistologische Untersuchungen mit fünf monoklonalen Antikörpern (FCV3-70, 52D5, F19-1, 6F7 und 1F12) an Gewebschnitten von FIPV-positiv getesteten Organen durchgeführt. Hierbei wurden die für die jeweiligen Antikörper besten Vorbehandlungen und Nachweismethoden ermittelt. Wichtige Kriterien für die Beurteilung waren die Reaktionsintensität der monoklonalen Antikörper und eine möglichst geringe Hintergrundfärbung, das heißt eine gute "Signal-Noise-Ratio". 4. Für die getesteten monoklonalen Antikörper erfüllte die PAP-Methode am besten die in Punkt 3 erwähnten Anforderungen. 5. Spike(S)- und Membran(M)-Protein des FCoV wurden in Makrophagen als dunkelbraunes Präzipitat vor allem im perinukleären Gebiet nachgewiesen. Das Nukleokapsidprotein (N-Protein) stellte sich dagegen als feingranuläre braune Färbung im gesamten Zytoplasma dar. Diese Beobachtungen unterstützen die Vorstellung, dass die M- und S-Strukturproteine im Golgi-Apparat vorhanden sind, während das N-Protein im gesamten Zytoplasma akkumuliert. 6. Die Untersuchung der an FIP erkrankten Katzen des Sektionsgutes im Rahmen dieser Doktorarbeit ergab, dass von den großen Parenchymen die Nieren am häufigsten Granulome aufwiesen. 7. Die immunhistologische Markierung von Granulomen in den Nieren von 21 an FIP erkrankten Katzen wurde unter Verwendung des Standardantikörpers FCV3-70 in 4 verschiedene Reaktionsintensitätsstufen eingeteilt. Als Negativkontrolle fungierten Organe von 10 Katzen, die an einem Trauma oder sonstigen anderen Krankheiten als der FIP verstorben waren, und 2 SPF(specific pathogen free)-Katzen, die aus einem FeLV(Felines Leukämievirus)-Versuch stammten.8. Der Frischegrad der untersuchten Tiere hatte außer für den Spike-Protein nachweisenden mAk 1F12 keinen signifikanten Einfluss auf den immunhistologischen Nachweis von Virusproteinen.9. Die Ergebnisse der Markierung durch den Standardantikörper FCV3-70 wurden mit denen der einzeln verwendeten übrigen vier monoklonalen Antikörper und mit denen des Cocktails (Kombination von FCV3-70, 52D5, F19-1 und 1F12) verglichen, die gegen verschiedene Strukturproteine des Felinen Coronavirus gerichtet waren. Die monoklonalen Antikörper wurden untereinander anhand der Reaktionsintensität verglichen. 10. Die Reaktionsintensität der einzeln verwendeten Antikörper, die das N- bzw. das M-Protein nachwiesen, war am höchsten (FCV3-70, 52D5 und F19-1). Die Verwendung des gegen das S-Protein gerichteten monoklonalen Antikörpers 1F12 erscheint aufgrund der geringen Reaktionsintensität als alleiniges Diagnostikmittel nicht sinnvoll.11. Die Kombination von vier der fünf monoklonalen Antikörper in einem Cocktail erbrachte die höchste Sensitivität und Spezifität. 12. Mit der entsprechenden Vorbehandlung (Zitratpuffer pH-Wert 6,0) eignet sich der Standardantikörper FCV3-70 als einzeln eingesetzter monoklonaler Antikörper für die Diagnostik.Verknüpfung zu Publikationen oder weiteren Datensätzen
Beschreibung
Anmerkungen
Erstpublikation in
Giessen : VVB Laufersweiler
