Untersuchung ausgewählter Antikörper bei Psoriasis Arthritis und deren Assoziation mit Komorbiditäten

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Einleitung/Zielsetzung: Die Psoriasis Arthritis (PsA) gehört zu den chronisch-entzündlichen Gelenkerkrankungen. Folge können schwere Gelenkdestruktionen, sowie Herz- oder Lungenbeteiligungen sein. Bisher konnten keine spezifischen Autoantikörper nachgewiesen werden, die die Diagnosestellung einer PsA vereinfachen. Der HLA-B27-Status ist nur bei 20% der Betroffenen positiv, sodass weiterhin mehrere Jahre bis zur Diagnosestellung vergehen und eine Therapieeinleitung verzögert wird. Zusätzlich ist die Erkrankung mit einem höheren Body-Mass-Index und kardiovaskulären Risiko assoziiert. Ziel der Studie war die Identifikation von möglichen PsA-assoziierten Autoantikörpern, um eine frühere Diagnosestellung zu ermöglichen und eine Assoziation mit Komorbiditäten zu erklären.
Methoden: Es wurden PsA-Patienten sowie gesunde Personen ohne bekannte Autoimmunerkrankung eingeschlossen. Die Patienten wurden zu soziodemographischen Daten, aktueller Krankheitsaktivität, rheumatologischer Therapie, kardiovaskulären Erkrankungen und Fatigue befragt. Zudem erfolgte eine Bestimmung des HLA-B27-Status, sowie eine radiologische Evaluation hinsichtlich PsA-typischen Veränderungen der Hände und Füße. Serologisch wurden mittels ELISA Antikörper gegen ADAMTSL-5, LL37, Calpastatin und Gliadin untersucht.
Ergebnisse: Insgesamt wurden 107 PsA-Patienten (60% weiblich) und 19 gesunde Kontrollen eingeschlossen. Das Alter lag im Median bei 59 Jahren (21-80 Jahre), 28% waren HLA-B27 positiv. Der BMI lag im Median bei 28 kg/m2 (19-48 kg/m2). Kardiovaskuläre Erkrankungen lagen bei 65 % der Patienten vor. In der Studie zeigte sich eine erhöhte Prävalenz von Antikörpern gegen LL-37 und ADAMTSL-5 (47%) bei Patientinnen und Patienten gegenüber gesunden Kontrollen (30%). Calpastatin-Antikörper wurden seltener bei bestehendem Diabetes mellitus Typ I/II gefunden. Zudem zeigte sich ein signifikanter Unterschied zwischen dem Nachweis von Anti-LL37 Antikörpern und der Zuordnung zu den BMI-Kategorien Adipositas und Übergewicht gegenüber einem fehlenden Nachweis der Antikörper. Es zeigte sich eine signifikante Assoziation von PsA-typischen radiographischen Veränderungen und den Nachweis von Anti-LL37 und Anti-ADAMTSL-5 Antikörpern.
Zusammenfassung: Zusammenfassend zeigte sich keiner der untersuchten Antikörper in der Patientenkohorte signifikant erhöht.
Antikörper gegen LL37 und ADAMTSL-5 wurden signifikant häufiger bei Patienten mit PsA-typischen Veränderungen im Röntgen gefunden. Dies könnte darauf hindeuten, dass diese Antikörper mit einer schwereren, mutilierenden Form der PsA einhergeht.

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