Die prognostische Wertigkeit verschiedener Plasmaparameter bei pulmonal arterieller Hypertonie

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Schwere pulmonale Hypertonien führen in vielen Fällen zum vorzeitigen Tode des Patienten durch Rechtsherzversagen. Prädiktoren der Überlebenswahrscheinlichkeit für den individuellen Patienten sind bisher nur unzureichend charakterisiert. Ziel der vorliegenden Arbeit war es aufzuzeigen, ob es einen Zusammenhang zwischen nicht-invasiv gewonnenen Laborparametern und invasiv gewonnenen hämodynamischen Parametern von Patienten mit unterschiedlichen Formen der Pulmonalen Hypertonie gibt. Weiterhin sollte die prognostische Relevanz der einzelnen hier untersuchten Parameter im Hinblick auf das Gesamtüberleben der Patienten und im Vergleich zu bislang benutzten Prognosefaktoren untersucht werden. Zwischen den aussagekräftigsten hämodynamischen Parametern, wie z.B. Herzzeitvolumen, pulmonalvaskulärer Widerstand oder zentraler Venendruck, konnten in unserem Patientenkollektiv für das Plasma-BNP (jeweils p<0,001) und für die Harnsäure (insbesondere für RVEF, CI, SvO2 und AvDO2 p< 0,001; für HZV gilt p = 0,002, für PVR p = 0,001, Ausnahme: CVP p =0,05) Korrelationen gefunden werden, so dass sich diese als potentielle prognostische Parameter in Bezug auf den hämodynamischen Schweregrad der Erkrankung erwiesen. Dem gegenüber waren für hsCRP und TNT keine signifikanten Korrelationen nachweisbar.Anhand von ROC-Analysen wurden mit Hilfe der Mediane der Gesamtgruppe cut-off -Werte für die Plasmaparameter BNP, Harnsäure und hsCRP, sowie als Positivkontrolle vergleichend für die gemischt-venöse Sättigung (SvO2) ermittelt und mittels Kaplan-Meier-Analyse auf ihre prognostische Wertigkeit hin untersucht. BNP -Werte > 195,4 pg/ml zum Zeitpunkt der Erstdiagnostik stellten für Patienten mit IPAH einen starken negativen Prädiktor des Überlebens dar (mit abnehmender Signifikanz auch für APAH und im Trend auch für CTEPH). Überraschenderweise zeigten hsCRP Werte = 2,3 mg/l, trotz vergleichsweise schlechterer Korrelation mit den invasiven hämodynamischen Parametern, eine gegenüber dem BNP stärkere negative prädiktive Funktion in Bezug auf das Überleben der IPAH-Gruppe. Am Besten von allen untersuchten Parametern waren Harnsäure-Werte > 5,6 mg/dl mit einer verminderten Überlebenswahrscheinlichkeit von PAH Patienten assoziiert.Somit konnten im Rahmen der vorliegenden Arbeit, einfach zu bestimmende Plasmaparameter evaluiert werden, die in Zukunft dazu dienen können, die Überlebenswahrscheinlichkeit von Patienten mit verschiedenen Formen des Lungenhochdrucks besser abschätzen zu können. Zur Validierung dieser Befunde sollten noch weiterführende Untersuchungen in größeren Patientenkollektiven und mit prospektiver Datenerfassung durchgeführt werden.

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