Durchflusszytometrie thrombozytärer Oberflächenantigene : Änderungen im Langzeitverlauf in einer Population gesunder Erwachsener

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Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der durchflusszytometrischen Analyse der Aktivität von Thrombozyten innerhalb eines gesunden Probandenkollektivs. Sie soll die Frage klären, inwiefern eine Grundaktivierung der thrombozytären Gerinnung auch bei Personen ohne wesentliche Risikofaktoren, wie z.B. hämodynamisch relevante Karotisstenosen, vorliegt, ob Geschlechts- oder Altersunterschiede bestehen, und ob im Rahmen einer Längsschnittbeobachtung über 5 definierte Zeitpunkte innerhalb von 3 Monaten Fluktuationen der thrombozytären Aktivität auftreten. Die Identifizierung der Thrombozyten aus der Vollblutprobe erfolgte anhand des Rezeptors CD 42b (Gp Ib) über Bindung eines fluorochrom-markierten, spezifischen Antikörpers. Auf entsprechende Weise wurde eine Quantifizierung der Rezeptoren CD 41, CD 42b, CD 61 und CD 62p vorgenommen. Als Marker der Thrombozytenaktivierung dienten CD 62p (P-Selektin bzw. GMP 140), ein unter Aktivierung aus den im Inneren der Thrombozyten gespeicherten a-Granula freigesetzter Oberflächenrezeptor, sowie PAC-1, ein Antikörper, welcher ein durch Konformationsänderung im Rahmen der Aktivierung freigesetztes Epitop am GpIIb/IIIa-Rezeptor (CD41/CD61) markiert. Durch die Markierung der Zellen anhand spezifischer Antikörper ist eine Trennung der Thrombozyten von anderen Partikeln gleicher Größe, die Unterscheidung der Zellformen singuläres Plättchen, Aggregat oder Mikropartikel sowie die Bestimmung deren prozentualer Anteile sicher möglich, welche wiederum Rückschlüsse auf den Aktivierungszustand der Thrombozyten zulassen. Es zeigten sich keine signifikanten Abweichungen oder Alterabhängigkeiten von den allgemein angewandten Normwerten bezüglich der Thrombozytenzahlen, jedoch fielen die Zählungen im weiblichen Geschlecht insgesamt höher aus.Der CD 42b-Rezeptor wurde mit etwa 27.000 je Thrombozyt quantifiziert, Frauen verfügten über eine höhere Anzahl dieser Rezeptoren als Männer. Die Quantifizierung von CD 41 und CD 61 als den GpIIb/IIIa-Rezeptor bildende Variablen ergab eine weitestgehend konstante Anzahl von ca. 41.000 je Zelle für CD 41 und ca. 39.000 je Zelle für CD 61. In der Gruppe mit höherem Lebensalter wurden signifikant niedrigere Rezeptorzahlen pro Thrombozyt für CD 41, CD 42b und CD 61 beobachtet. Die Anzahl an CD 62p-Rezeptoren auf ruhenden, nicht aktivierten Plättchen konnte auf etwa 500 je Zelle quantifiziert werden. Sowohl CD 62p als auch PAC-1 als Aktivierungsmarker zeigten sich unabhängig vom Geschlecht, jedoch mit signifikant zunehmender Anzahl bei steigendem Alter als Ausdruck erhöhter Aggregationsbereitschaft. Es wurde der gegenläufige Zusammenhang zwischen der Anzahl ruhender Thrombozyten einerseits und zunehmender Aggregatbildung und Mikropartikelabfall andererseits mit zunehmendem Grad der Aktivierung deutlich.

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