Morphologische Veränderung des Beckenbodens und klinisches Outcome nach Resektionsrektopexie bei Beckenbodeninsuffizienz : Eine explorative, deskriptive Studie anhand der dynamischen Beckenboden-MRT
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Zusammenfassung
Der Beckenboden und insbesondere die Beckenbodeninsuffizienz mit ihren Folgeerkrankungen wie anale Inkontinenz und Obstipationen sind nach wie vor ein Tabuthema. Aufgrund der steigenden Prävalenz, der damit verbundenen steigenden Kosten für das Gesundheitssystem und aufgrund der deutlichen Beeinflussung der Lebensqualität ist es wichtig effektive diagnostische Möglichkeiten und Therapien zu besitzen. Ziel dieser vorliegenden Studie sollte es somit sein das Outcome nach Resektionsrektopexie bei Patienten mit Rektumprolaps III. Grades oder bei ODS mit Cul-de-Sac Syndrom und Koinzidenz einer symptomatischen Rektozele zu evaluieren. Erstmals sollten auch die anatomischen Einflüsse der operativen Therapie hinsichtlich der Beckenbodendynamik miterfasst werden. Mit Hilfe der dynamischen Beckenboden-MRT konnten prä- und postoperativ reproduzierbare Daten der Beckenbodendynamik gewonnen werden. Es zeigte sich, dass die Resektionsrektopexie deutlichen Einfluss auf das hintere Kompartiment des Beckenbodens nehmen kann. Die Rektozelengrösse und Vorwölbung verringerte sich postoperativ signifikant. Ebenso zeigten sich deutliche Reduzierungen in der H- Linie, welche als reproduzierbare Linie in der Beckenboden-MRT die Aufweitung des Hiatus misst. Klinische Veränderungen zeigten sich in der Verringerung des Laxantiengebrauchs und der Notwendigkeit der manuellen Entleerung. Auch bei der Inkontinenz konnten signifikante Verbesserungen beobachtet, und mit Hilfe des validierten Cleveland Clinic Incontinence Score gemessen werden. Hinsichtlich des Einflusses auf die Lebensqualität der Patienten konnte mit Hilfe des SF-36 gezeigt werden, dass nach einer Resektionsrektopexie signifikante Verbesserungen der Lebensqualität messbar sind. Somit konnte in dieser Studie gezeigt werden, dass die Resektionsrektopexie bei Patienten mit einem Rektumprolaps III. Grades oder bei Patienten mit ODS und Cul-de-Sac-Syndrom und Koinzidenz einer symptomatischen Rektozele deutliche Verbesserungen der Beckenbodendynamik, der Inkontinenz und der Lebensqualität erzielt. Dabei ist diese operative Methode, auch bei älteren Patienten, eine effektive Therapiemöglichkeit mit niedriger Komplikations- und Rezidivrate. Die dynamische Beckenboden-MRT ist eine wertvolle und effiziente Untersuchungsmethode ohne Strahlenbelastung für den Patienten um Erkrankungen des hinteren Kompartiments und der Beckenbodendynamik aufzuzeigen.Verknüpfung zu Publikationen oder weiteren Datensätzen
Beschreibung
Anmerkungen
Erstpublikation in
Giessen : VVB Laufersweiler
