Grundlagen: Muskuloskelettale Infektionen kommen in der Kindheit häufig vor und betreffen unterschiedliche Bereiche des Gewebes. Eine schnelle Diagnose und exakte Lokalisierung ist hierbei von entscheidender Bedeutung, um ernsthafte und schädliche Komplikationen zu vermeiden. Eine genaue Diagnose wird durch die unspezifischen, klinischen Symptome der Krankheitheiten erschwert.Zielstellung: Ziel dieser Arbeit war es die MRT-Diagnostik bei Kindern mit unspezifischen klinischen Zeichen akuter entzündlicher Veränderungen des muskuloskelettalen Systems zu evaluieren und das altersspezifische Spektrum an radiologischen Befunden unter Berücksichtigung von Risikofaktoren und anderen Erkrankungen, welche entzündliche Erkrankungen imitieren können, zu charakterisieren.Material und Methoden: Insgesamt wurden 210 Kinder mit der MR-Bildgebung untersucht. Die Patienten wurden in Altersgruppen und potenziellen Risikofaktoren für die entprechenden muskuloskelettalen Infektionen unterteilt und ausgewertet. Die Ergebnisse der MR-Studien wurden analysiert und mit den klinischen und histologischen Daten in Korrelation gebracht.Ergebnisse: Wir fanden ein MR-Korrelat einer muskuloskelettalen Infektion bei 146 Kindern. Osteomyelitis und Arthritis waren bei unserer Studie die häufigsten MR-Befunde. Primäre Infektionen der Weichgewebe wurden eher selten dokumentiert. In den diversen Altersgruppen kamen die untersuchten Erkrankungen in unterschiedlicher Häufigkeit vor. 17 Patienten zeigten nicht-entzündliche pathologische Entitäten. 47 Patienten zeigten unauffällige MRT-Aufnahmen. Schlussfolgerung: Infektionen des muskuloskelettalen Systems zeigen in der Kindheit unterschiedliche Präferenzen in den Altersgruppen und sind oft mit altersspezifischen Risikofaktoren verbunden. Aufgrund unspezifischer, klinischer Symptomatiken der Erkrankungen bei Kindern ist die MR-Bildgebung von entscheidender Bedeutung, um eine genaue Diagnose zu stellen und so eine effektive Behandlung einzuleiten.
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