Dual Tasking : ein neuropsychologisches Testinstrument zur Diskriminierung zwischen Depression und M. Alzheimer

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Die Zielsetzung dieser Arbeit war die Untersuchung von in ihren episodischen Gedächtnisleistungen parallelisierten Gruppen von 24 Depressiven und 24 leicht bis mittelschweren AD-Patienten mittels eines neuropsychologischen Testverfahrens, dem Dual Tasking in seiner Papier- und Bleistiftversion, in Hinblick auf dessen Diskriminationsfähigkeit zwischen beiden Gruppen. Im kognitiven Störungsprofil beider Gruppen finden sich Überlappungen vor allen in den episodischen Gedächtnisleistungen, nicht aber bei der geteilten Aufmerksamkeit, welche mit dem Dual Tasking untersucht werden. Den theoretischen Hintergrund hierfür liefert das auf dem Konzept der Zentralen Exekutive (CE, Baddeley, 1986) fußende Dual Task Paradigma, welches Einbußen bei der geteilten Aufmerksamkeit bei AD regelhaft, nicht aber bei nach Alter parallelisierten Gesunden aufzeigte (Della Sala & Logie, 1993). Der Vergleich mit Depressiven und die genauere Untersuchung der einzelnen Komponenten des Dual Taskings stehen noch aus und sind der Inhalt dieser Untersuchung.Um die Diskriminationsfähigkeit des Dual Tasking beurteilen zu können, war, basierend auf dem kognitiven Störungsprofil beider Erkrankungen, die Parallelisierung beider Gruppen nach ihren episodischen Gedächtnisleistungen von zentraler Bedeutung.Die Ergebnisse dieser Untersuchung konnten gemäß den theoretischen Überlegungen hierzu die Fähigkeit des Dual Taskings, zwischen beiden Gruppen zu trennen, klar belegen. Bei der Untersuchung der einzelnen Komponenten des Dual Tasking, die bislang nicht erfolgt ist, erwies sich der für die vorliegende Arbeit neu ermittelte List Memory CORRECT Score als das zwischen Depression und AD am besten diskriminierende Maß in Bezug auf die Trennschärfe, womit sich für weitere Untersuchungen des Dual Tasking neue Möglichkeiten ergeben.Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass mit dem Dual Tasking ein viel versprechendes neuropsychologisches Testinstrument vorliegt, besonders, wenn Tests zu episodischen Gedächtnisleistungen nicht zwischen beiden Erkrankungen trennen können. Somit könnte hiermit eine zusätzliche Möglichkeit vorhanden sein, kognitive Defizite bei AD früh zu detektieren und in ihrem Verlauf zu verfolgen.Von theoretischem Interesse kann der Hinweis auf eine spezifische Koordinierungsfunktion für simultan ablaufende Handlungen bei Gesunden sein, die bei AD, nicht aber bei Depression gestört ist.

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