Untersuchung zur Expression des Alpha-Fetoprotein-Rezeptors in der fetomaternalen Einheit

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Die Entwicklung der fetomaternalen Einheit mit seiner hämochorialen Plazenta und deren uneingeschränkte Funktion gestatten einen adäquaten Gasaustausch sowie Transport von Nährstoffen und fetalen Stoffwechselprodukten zwischen Mutter und Fetus. Eine schlecht entwickelte plazentare und uterine Vaskulatur ist oft mit fetalen Wachstumsretardierungen, Frühaborten, hohem Risiko von intrauterinem Fruchttod, hoher intra- und perinataler Mortalität und Morbidität assoziiert. Damit die Plazenta alle Funktionen adäquat ausüben kann, bedarf es eines komplexen Zusammenspiels zahlreicher maternaler und fetaler Fakoren. Dazu zählt das onkofetale a-Fetoprotein (AFP). AFP konnte als angigener Faktor und als wichtiges Transportprotein in der fetomaternalen Einheit identifiziert werden. Es spielt eine wichtige Rolle in der Bindung und Aktivitätsmodulation von Liganden, die der Zelldifferenzierung und der fetalen Entwicklung dienen. Die Synthese von AFP erfolgt jedoch nicht nur in fetalen hämatopoetischen Organen; es wird ferner von Tumoren im adulten Organismus sezerniert. Ein membranständiger Rezeptorkomplex für AFP konnte immunhistochemisch auf Oberflächen von Zellen embryonaler und tumoröser Abstammung nachgewiesen werden. Durch Aufnahme- und Bindungsstudien des AFP-Rezeptors wurde die Basis für das Konzept eines autokrinen AFP/AFP-Rezeptor-Systems geschaffen. Die vorliegende Arbeit konnte in gelelektrophoretischen und durchflusszytometrischen Untersuchungen Evidenzen dafür aufzeigen, dass das 67kDa grosse AFP-Rezeptor-Epitop sowohl intra- als auch extrazellullär in Zellen der fetomaternalen Einheit exprimiert wird. Die intrazellulär deutlich erhöhte Expression in den untersuchten Zellen endothelialer Herkunft gibt Anhalt darauf, dass es sich um bereits internalisierte Rezeptoren handelt könnte, die AFP bzw. seine Liganden nach intrazellullär oder zum maternalen Kreislauf transportieren. In den immunhistochischen Analysen an plazentaren Kryogewebeschnitten aller Schwangerschafttrimester konnten diese in vitro Untersuchungen in vivo bestätigt werden. Zusammenfassend zeigt die vorliegende Arbeit Evidenzen für die maßgebliche Rolle von AFP in der physiologischen Entwicklung von Fetus und Plazenta.

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