Bei Patienten mit chronischer Linksherzinsuffizienz kann das Auftreten einer Cheyne-Stokes-Atmung (CSA, CSR) die Prognose der Grunderkrankung verschlechtern. Insofern ist es von Bedeutung Risikofaktoren beziehungsweise prädiktive Einflussgrößen für die Entstehung dieses pathologischen Atemtyps zu finden. In einer Gruppe von 20 herzinsuffizienten Patienten (linksventrikuläre Ejektionsfarktion <40%), bei welchen primär in der kardiologischen Abteilung eine Rechts- sowie Linksherzkatheteruntersuchung durchgeführt worden war, konnten wir bei 11 dieser Patienten in unserem Schlaflabor eine nächtliche Atemstörung vom Cheyne-Stokes-Typ nachweisen. Zusätzlich zu einer vergleichenden Schlafstadienanalyse wurden Blutgase und Lungenfunktionsparmeter ermittelt.Die mittels der Rechtsherzkatheteruntersuchung ermittelten Druckwerte wurden sowohl im Gesamtkollektiv als auch separat in den Untergruppen in Bezug zueinander und zur Schwere der nächtlichen Atemstörungen gesetzt.Wir konnten eine signifikante Korrelation zwischen der Erhöhung der hämodynamischen Parameter PAP und PCWP und dem Auftreten der CSA bei Patienten mit chronischer Linksherzinsuffizienz zeigen. Diese positive Assoziation könnte für ein erhöhtes Risiko der herzinsuffizienten Patienten mit gesteigertem PCWP- bzw. PAP-Wert für die Ausbildung einer CSA sprechen. Wir konnten zeigen, dass das Überschreiten eines bestimmten Grenzbereiches bezüglich dieser Druckwerte bei den Patienten unserer Studie regelhaft mit dem Auftreten von Cheyne Stokes Atemperiodiken einherging. Inwieweit eine Erhöhung der genannten hämodynamischen Parameter der Entstehung einer CSR vorausgeht, wäre noch im Rahmen einer größer angelegten prospektiven Studie zu sichern. Eine solche Kohortenstudie wäre nötig um einen kausalen Zusammenhang zwischen der Veränderung von PCWP/PAP und der Ausbildung einer Cheyne-Stokes-Atmung zu sichern.
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