Stadienspezifische mRNA-Expression der Kernproteine Protamin und Transitionsprotein im Verlauf der Spermatogenese beim Hengst
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Zusammenfassung
Für die starke Kernkondensierung in Keimzellen im Verlauf der Spermatogenese sind nach dem Austausch der Histone, Transitionsproteine und Protamine verantwortlich.Dieses sind hoch basische spermienspezifische Kernproteine, die sich an die DNA anlagern, dabei neutralisieren und eine kompaktere Anlagerung der einzelnen DNA-Stränge ermöglichen. Es gibt verschiedene Modelle in welcher Art und Weise die Interaktion von Kernproteinen mit der DNA stattfindet.Der Austausch der Kernproteine ist spezies- und spermatogenesestadienspezifisch.Für u.a. Maus, Ratte, Mensch wurden diese Expressionsmuster auf mRNA- und Proteinebene bereits untersucht. Ziel der vorliegenden Arbeit war es, einen Beitrag zur Klärung der stadienspezifischen Kernproteinexpression von Transitionsprotein1 und den Protaminen beim Pferd zu leisten. Zur Verfügung standen 52 orchiektomierte Hoden von 35 Hengsten unterschiedlicher Anamnese: Kastrationen von skrotal, inguinal und abdominal gelagerten Hoden.Zunächst wurden das Hodengwebe mittels HE-Färbung klassifiziert und der Spermatogensestatus bestimmt. Mittels Verfahren der In Situ- Hybridisierung wurde die mRNA der gesuchten Kernproteine nachgewiesen und ein Expressionsmuster aufgestellt. Mittels RT-PCR wurde zusätzlich der Trp1 m-RNA Nachweis geführt.Für Transitionsprotein 1 und Protamin 1 und 2 konnten stadienspezifische mRNA-Expressionsmuster festgelegt werden, die mit denen bisher untersuchter Säugetiere übereinstimmen.Für das Transitionsprotein 2 konnte kein positiver mRNA Nachweis mittels ISH oder PCR geführt werden. Die altersabhängige, d.h. bei peripubertären Hengsten verzögert einsetzende Tp1-mRNA-Expression, steht im Einklang mit den Ergebnissen von CAVALCANTI et al. (2009), die bei Hengsten dieser Altersgruppe eine verlängerte Histon H1 und H1t-Expression feststellen konnten. Wie bereits CAVALCANTI et al. (2008) annahmen, verhärtet sich mit den vorliegenden Ergebnissen der Verdacht, dass die bekannte peripubertäre, vorübergehende Sub- bzw. Infertilität mit einem unzulänglichen Histon-Protamin-Austausch begründet werden könnte.Für Spermatogenesedefekte konnte gezeigt werden, dass es unabhängig von einer vollständigen Spermatogenesewelle dann zu einer Expression kommt, wenn die normalerweise exprimierenden Zellen vorhanden sind.Verknüpfung zu Publikationen oder weiteren Datensätzen
Beschreibung
Anmerkungen
Erstpublikation in
Giessen : VVB Laufersweiler
