Kompartiment-spezifische Analyse Hypoxie-regulierter Proteine bei chronischen hypoxischen, interstitiellen und vaskulären Lungenerkrankungen des Menschen

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In der vorliegenden Arbeit wurden immunhistologische Untersuchungen anLungengewebe explantierter humaner Lungen durchgeführt und zelltypspezifischeKompartimente ausgewertet. Insgesamt wurde Lungengewebe von 8 Patienten mit IPAH,11 Patienten mit CTEPH, 15 Patienten mit UIP-Fibrose und 21 COPD-Patientenuntersucht. Als Kontrolle diente nicht-transplantiertes Lungengewebe von 15Lungenspendern. Fünf Proteine (Vimentin, Catalase, CD36, HMGB-1, FHL-1) wurden untersucht. Vonbesonderem Interesse waren der Nachweis und die Analyse der Verteilungsmuster deroben genannten Proteine. Die Resultate wurden mit Befunden aus tierexperimentellenErkrankungsmodellen verglichen. Vimentin der Gefäßmuskulatur war ausschließlich bei den COPD-Lungen vermindertimmunhistologisch nachweisbar. Eine erhöhte Immunreaktivität für Catalase im arteriellenEndothel der UIP-Fibrose-Lungen und COPD-Lungen lässt unter Berücksichtigung dertierexperimentellen Daten und der Literatur eine Hypoxie-bedingte Regulation vermuten. Die FHL-1-Proteinexpression im arteriellen Endothel der COPD-Lungen und CTEPHLungenindiziert die Hypertrophie/ Hyperplasie der Gefäßmuskulatur. Von besonderemInteresse ist jeweils eine erhöhte Immunreaktivität der Proteine Catalase, HMGB-1zyt undFHL-1 in den Alveolarepithelzellen der UIP-Fibrose-Lungen. Sie lässt einen Bezug zudem topographisch sehr nahe gelegenen alvolären Interstitien vermuten, das schon früh inden Pathomechanismus einbezogen ist. Die Expression von Catalase und von CD36 in denAlveolarmakrophagen war bei COPD-Lungen modifiziert und ließ auf Zusammenhänge anImmunfunktion und an Reparaturmechanismen schließen.Die Ergebnisse der vorliegenden Studie korrelierten in vielen Zellkompartimenten mittierexperimentellen Befunden bei chronischer Hypoxie. Diese Studie gibt Hinweise darauf,welche unterschiedlichen pathophysiologischen Prozesse den verschiederen chronischenLungenerkrankungen zu Grunde liegen und erlaubt ihre funktionelle wie auchdiagnostische Visualisierung. Auf diesen Grundlagen müssen nun weiterführendeUntersuchungen zur weiteren Entschlüsselung der jeweiligen Pathomechanismen undRegulationen folgen.

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Giessen : VVB Laufersweiler 2007

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