Untersuchungen zur Interaktion von humanen polymorphkernigen neutrophilen Granulozyten und inflammatorisch vorbehandelten intestinalen Epithelzellen am Beispiel von CaCo-2B-Zellen

Lade...
Vorschaubild

Datum

Autor:innen

Betreuer/Gutachter

Weitere Beteiligte

Beteiligte Institutionen

Herausgeber

Zeitschriftentitel

ISSN der Zeitschrift

Bandtitel

Verlag

Zusammenfassung

Native CaCo-2B-Zellen sind in der Lage, die destruktiven granulozytären Zelleraktionen abzuschwächen, wenn sowohl die neutrophilen Granulozyten als auch die CaCo-2B-Zellen durch das Calciuminonophor A 23187 aktiviert werden (160). In der vorliegenden Arbeit konnte jetzt aufgezeigt werden, dass auch die Vorbehandlung der CaCo-2B-Zellen mit proinflammatorischen Mediatoren dieses Interaktionsmuster nicht verändert. Bekannt ist, dass die Verminderung der nachweisbaren granulozytären Elastase und Sauerstoffradikale bei Co-Inkubation von PMN und nativen CaCo-2B-Zellen mit grosser Wahrscheinlichkeit durch NO vermittelt wird (160). Nach Auswertung der vorliegenden Ergebnisse vermuten wir, dass dies auch bei vorbehandelten CaCo-2B-Zellen der Fall ist. Die Inkubation der CaCo-2B-Zellen mit TNF& bzw. den Zytokingemischen führte über die sehr wahrscheinliche Induktion der iNOS zur Synthese großer Mengen NO. LPS induzierte einen nicht-signifikanten Anstieg der NO-Synthese, den wir einer geringeren Aktivierung der iNOS zuschreiben. Parallel erwarten wir in allen Versuchsreihen nach Stimulation mit A 23187 auch eine Aktivierung der cNOS in den CaCo-2B-Zellen. In Folge einer erhöhten NO-Konzentration könnte zum einen die membranständige Komponente der granulozytären NADPH-Oxidase gehemmt worden sein. Zum anderen könnte NO mit dem Superoxid-Anion zu dem instabilen Peroxynitrit reagiert haben, das rasch zum chemisch inierten Nitrat und Nitrit zerfällt. Daten, die das Dominieren eines der Reaktionswege nachweisen, liegen bislang nicht vor. Weiterhin ist anzunehmen, dass über diese Mechanismen hinaus neben dem NO der iNOS das von der cNOS synthetisierte NO an der Supprimierung der granulozytären Sauerstoffradikalbildung beteiligt ist. Klinische Daten lassen zusätzlich vermuten, dass das durch die cNOS synthetisierte NO auch unter inflammatorischen Bedingungen weiterhin antiinflammatorische und homöostatische Funktionen erfüllt (109,183,199). Reaktionen, über die NO direkt die granulozytäre Elastasesekretion hemmen kann, sind derzeit unklar. Der hypothetische Mechanismus über eine Aktivierung des Leukozyten-Serinprotease-Inhibitors bleibt weiterhin spekulativ. Im zweiten Teil der vorliegenden Arbeit wurde überprüft, ob die Co-Inkubation von nativen und vorbehandelten CaCo-2B-Zellen und PMN und nachfolgende Stimulation mit A 23187 einen Einfluss auf die granulozytäre Leukotriensynthese hat. Die Co-Inkubation LPS-vorbehandelter CaCo-2B-Zellen mit PMN führte zu einer massiven Amplifizierung der granulozytären Leukotriensynthese. Der Mechanismus der kooperativen Eicosanoidsynthese zwischen PMN und LPS-vorbehandelten CaCo-2B-Zellen ist vorerst noch hypothetisch. Wir postulieren eine erhöhte Kapazität der PLA2, wobei über den Anteil der sPLA2 und cPLA2 keine Aussage getroffen werden kann. Interessant erscheint allerdings der Hinweis, dass klinische Untersuchungen der letzten Jahre eine bedeutende pathogenetische Rolle der sPLA2 in der Genese von CED nachgewiesen haben (199-201). Zytokin-vorbehandelte CaCo-2B-Zellen zeigten einen supprimierenden Einfluss auf die granulozytäre Leukotriensynthese. Dies ließe sich durch eine fehlende kooperative Eicosanoidsynthese in Kombination mit einem direkten hemmenden Einfluss Zytokin-vorbehandelter CaCo-2B-Zellen auf die granulozytäre Leukotriensynthese zu erklären. Wie diese hypothetischen Mechanismen im Detail ablaufen und ob möglicherweise NO auch hier eine wichtige Rolle spielt, kann zum jetzigen Zeitpunkt nicht beantwortet werden.

Verknüpfung zu Publikationen oder weiteren Datensätzen

Beschreibung

Anmerkungen

Erstpublikation in

Erstpublikation in

Sammelband

URI der Erstpublikation

Forschungsdaten

Schriftenreihe

Zitierform