Vergleichende Analyse der retinalen Gefäßveränderungen bei akuter Frühgeborenenretinopathie unter dem Einfluss von Laser-Photokoagulation oder intravitrealer Injektion des VEGF-Antikörpers Bevacizumab

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Einleitung: Die ROP ist eine seltene proliferative, vaskuläre Erkrankung; unbehandelt kann sie rasch zur Erblindung führen. Zur Behandlung werden derzeit zwei Verfahren angewandt: die Zerstörung avaskulärer NH-Bereiche durch Dioden-Laser-Photokoagulation (DLC) oder die intravitreale Injektion des VEGF-Antikörpers Bevacizumab (IVB). DLC zeigt eine gute Wirksamkeit für Zone II Erkrankungen, IVB hingegen kommt derzeit vor allem im posterioren Pol zum Einsatz (pZ II und Z I; APROP). Ziel dieser Dissertation war, die Auswirkung der Therapien bei pZII ROP auf das periphere Vaskularisationsmuster zu vergleichen. Methoden: Dies war eine retrospektive multizentrische Studie. 51 Kinder wurden mit IVB (n=23) oder mit DLC (n=28) behandelt. Augen, die an einer pZ II erkrankten, wurden hinsichtlich 10 FA-Merkmalen untersucht (IVB n=8; DLC n=13). Weiterhin wurde das Gefäßwachstum nach erfolgter DLC untersucht. Ergebnisse/Diskussion: Beide Therapien zeigten eine gute Wirksamkeit zur Behandlung der pZ II. Die Nachbehandlungsrate nach IVB lag bei 15%, die nach DLC bei 29%. Nach der DLC Behandlung wuchsen die Gefäße weiter und über die Lasernarben hinaus. Eine vollständige Vaskularisierung, wie nach IVB beschrieben, lag in keinem Auge vor. Beide Therapien zeigten einen Einfluss auf die Häufigkeit der FA-Merkmale. Hyperfluoreszierende Läsionen und kapilläre Veränderungen nahmen nach beiden Behandlungen ab, jedoch stärker nach IVB. Dies könnte als größerer Einfluss der IVB Therapie auf Gefäßveränderungen interpretiert werden. Hingegen zeigten unter anderem naked shunts eine Zunahme der Prävalenz nach IVB, jedoch nicht nach DLC. Dies könnte für eine annähernd normale Vaskularisierung nach IVB sprechen.Schlussfolgerung: IVB hat eine niedrigere Nachbehandlungsrate, zeigt einen stärkeren Einfluss auf die Gefäßpathologien und kann zu einer annähernd physiologischen Vaskularisierung der NH führen. Auch nach DLC kommt es zu einem Weiterwachsen der Gefäße in und über die Lasernarben hinaus, wobei die Netzhaut in diesem Bereich ohne Sehfunktion ist. Vielmehr birgt es die Gefahr der überschießenden Proliferation von NH-Gefäßen mit der Gefahr für Spätkomplikationen. Aufgrund der geringen Probandenanzahl und in Anbetracht der Gefahr von systemischen Nebenwirkungen nach IVB lässt sich jedoch keine eindeutige Empfehlung für die IVB Behandlung bei ROP in pZII benennen, auch wenn sie tendenziell effektiver zu sein scheint.

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