Frauen mit und ohne Heparin während der Schwangerschaft : Vergleich von Geburt und Wochenbett
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Zusammenfassung
Schwangerschaft per se führt zu erheblich erhöhtem Thromboserisiko. BeiFrauen mit thrombophilen Diathesen ist das Risiko, während Schwangerschaftund / oder Wochenbett thromboembolische Ereignisse zu erleiden, nochmalshöher. Darüber hinaus sind bei Frauen mit thrombophilen Diathesen vermehrtSpontanaborte zu verzeichnen. Aktuell stellt niedermolekulares Heparin den Goldstandard zur Prophylaxe und Therapie von Thrombosen in Schwangerschaftund Wochenbett dar.In der vorliegenden Studie wurden insgesamt 138 Patientinnen mit thrombophilenDiathesen und/oder thromboembolischen Ereignissen in der Anamnese untersucht,die während der Schwangerschaft und bis zu 6 Wochen postpartal mitniedermolekularem Heparin, bzw. in 3 Fällen mit unfraktioniertem Heparin, behandeltwurden. Als Vergleichsgruppe dienten 99 Frauen mit normal verlaufenderSchwangerschaft ohne Heparinbehandlung. Wir wollten herausfinden, obund welche Unterschiede es insbesondere bezüglich Geburt und Wochenbettzwischen diesen beiden Gruppen gibt.Unsere Ergebnisse zeigten eine hohe Sicherheit und Effektivität von niedermolekularemHeparin während Schwangerschaft und Wochenbett. Es wurden jedochUnterschiede zwischen Frauen mit und ohne Heparin in der Schwangerschaftbezüglich Geburtsmodus und Wochenbett-Komplikationen beobachtet.So haben in der Patientinnengruppe fast doppelt so viele Frauen per Sectioentbunden als in der Vergleichsgruppe. Im Wochenbett gab es nur in der PatientinnengruppeKomplikationen wie Blutungen oder Thromboembolien. DieseUnterschiede sind unserer Meinung nach allerdings nicht auf die Heparinbehandlungzurückzuführen, sondern vielmehr auf die Tatsache, dass HeparinbehandeltePatientinnen meist Risiko-Schwangere sind.Eindrucksvoll war der Unterschied zwischen Aborthäufigkeit in Vorschwangerschaftenund aktuell untersuchter Schwangerschaft unter Heparinbehandlung(63,1% vs. 10,9%). Diese Unterschiede sprechen für einen erheblichen Benefitvon Heparin bei Abortproblematik.Verknüpfung zu Publikationen oder weiteren Datensätzen
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Erstpublikation in
Giessen : VVB Laufersweiler
