Die Untersuchungen im Rahmen dieses Promotionsprojektes zielen auf ein tieferes Verständnis der Grenzflächenveränderung während der kathodischen Abscheidung von metallischem Lithium ab. Die kathodische Lithiummetallabscheidung wurde mit dem verwendeten Probermodulaufbau hinsichtlich der unterschiedlichen Einflussparameter (Stromdichte, Temperatur, Präparation der Elektrolytoberfläche) auf unterschiedlichen Festelektrolyten erfolgreich untersucht. Die Morphologieunterschiede (Dendrite/Whisker) konnten durch die in situ Beobachtung im HREM visualisiert werden. Im Stromdichtebereich bis 50 mA/cm² konnte whiskerartiges Wachstum beobachtet werden, im Grenzbereich zwischen 100 mA/cm² - 300 mA/cm² sowohl laterales als auch vertikales Wachstum, und ab 300 mA/cm² konnte dendritisches Wachstum beobachtet werden. Der Einfluss der Oberflächenpräparation auf die laterale Ausdehnungsrichtung der Metallabscheidung konnte ebenso gezeigt werden, wie die Ausbildung einer oberflächlichen Abreaktionsschicht auf dem Elektrolyten. Untersuchungen zur Reversibilität haben gezeigt, dass die Kontaktfläche zwischen Metallabscheidung und Festelektrolyt entscheidend ist für die Reversibilität der Metallabscheidung. Durch Kontaktverluste während der Auflösung kommt es zu einem Verlust an Aktivmaterial. Mit den impedanzspektroskopischen Messungen während der kathodischen Metallabscheidung konnte eine Veränderung des Grenzflächenwiderstands gezeigt werden. Zudem konnten Informationen bezüglich der Leitfähigkeit des Festelektrolytmaterials erlangt werden.
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