Analyse der Rekombination des felinen T-Zellrezeptor-Gamma-Gens bei T-Zell-Lymphosarkomen der Katze

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Lymphosarkome stellen die bei Katzen am häufigsten vorkommende Tumorform dar. Bei einer zweifelhaften Diagnose mittels Histologie und Immunhistologie kann die Untersuchung durch den Nachweis klonal rearrangierter Rezeptorgene mittels PCR gestützt werden. Dieser Nachweis erfolgt bei T Zell Lymphosarkomen zumeist über die Untersuchung der Gene des T Zellrezeptor gamma (TRG); bei der Katze wurde dieses Rezeptorgen am ausführlichsten analysiert.Anhand der bereits nachgewiesenen Sequenzen der felinen TRG wurden Primer in zwischen den verschiedenen Varianten homologen Bereichen generiert, um unter Einsatz möglichst weniger Primer klonale Populationen in einer Multiplex PCR nachzuweisen. Als Template dienten histologisch und immunhistologisch diagnostizierte T Zell Lymphosarkome, B Zell Lymphosarkome sowie reaktive Veränderungen und Normalgewebe.Als ein wichtiger Einflussfaktor im Hinblick auf die Anzahl der zu detektierenden Banden und damit der Interpretierbarkeit der Ergebnisse erwies sich die Auflösung der PCR Produkte.Bei den T Zell Lymphosarkomen wiesen 43 % ein monoklonales und 36 % ein oligoklonales Ergebnis auf. Bei 21 % der Proben wurde ein polyklonales oder kein Rearrangement detektiert.Die Entscheidung, ob eine neoplastische oder eine reaktive T Zell Population vorliegt, kann durch das entwickelte System gestützt werden, da das Vorliegen einer monoklonalen Population für das Vorliegen eines Tumors spricht.Eine Einschränkung ergibt sich, falls ein oligoklonales Ergebnis nachgewiesen wird, da entsprechende Populationen bei Tumoren und reaktiven Veränderungen vorliegen können. Eine weitere Einschränkung stellt das Auftreten polyklonaler Ergebnisse bzw. eine fehlende Amplifikation dar. Als Ursache hierfür kommen die unvollständige Analyse des felinen Genoms und das sich daraus ergebende Auftreten weiterer Sequenzvarianten der felinen TRG in Frage.Für die Diagnose eines Lymphosarkoms ist daher die gemeinsame Interpretation der Ergebnisse der histologischen, immunhistologischen und molekularbiologischen Untersuchungen notwendig.

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Giessen : VVB Laufersweiler

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