Die Kinetik des viralen Core-Antigens und viraler Nukleinsäure unter kombinierter Therapie der chronischen Hepatitis C mit Peg-alpha-Interferon und alpha-Interferon

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Durch die Einführung von Interferonen bei der Therapie der chronischen HCV-Infektion konnte die Prognose der Patienten deutlich verbessert und ein signifikanter Anstieg der anhaltenden Viruselimination gegenüber einer spontanen Ausheilung erreicht werden. Eine weitere Verbesserung des Therapieerfolgs wurde durch die Kombinationstherapie mit Ribavirin und die Entwicklung pegylierter Interferone erreicht. Jedoch stellen vor allem die Genotypen 1 und 4 ein großes therapeutisches Problem dar, da die Rate der anhaltenden Viruselimination hier noch immer unter 50% liegt. Ein möglicherweise wichtiges Problem der pegylierten Inferone stellt die wesentlich langsamere Anflutungszeit dar. Dadurch sind vor allem in den ersten Stunden nach Therapieeinleitung die Serumspiegel von Peg-IFN sehr niedrig. Ziel dieser Arbeit war es daher, den Effekt einer zusätzlichen einmaligen Applikation von unpegylierten IFN-alpha zur Standardkombinationstherapie aus PEG-IFN-alpha und Ribavirin zu untersuchen.Es konnte gezeigt werden, dass es nach zusätzlicher Gabe von unpegylierten IFN-alpha zu einem signifikant schnellerem Abfall der Viruslast bereits in den ersten 12 Stunden nach Therapiebeginn kommt. Diese frühe Viruselimination ist ein wichtiger prognostischer Faktor für das Therapieansprechen. Dementsprechend konnte die Zahl der Non-Responder in dieser Behandlungsgruppe signifikant reduziert werden.Ein weiteres Ziel der vorliegenden Arbeit war die Etablierung weiterer Marker, die eine prognostische Aussage auf das Therapieansprechen bereits in den ersten Stunden nach Therapiebeginn ermöglichen. Diesbezüglich konnte gezeigt werden, dass die Kinetik der alpha-GST als spezifischer Indikator einer hepatozellulären Schädigung in den ersten 48 Stunden nach Therapiebeginn eine zuverlässige Aussage über den Therapieerfolg zulässt. Ein Anstieg der alpha-GST in den ersten Stunden nach Therapiebeginn korrelierte mit einer vollständigen Viruselimination. Bei den Non-Respondern blieb dieser Anstieg der alpha-GST aus.Weiterhin konnte gezeigt werden, dass dem Quotienten aus HCV-RNA und HCV-Core-Ag entscheidende prognostische Aussagekraft für ein Therapieversagen zukommt. Eine unzureichende Abnahme des Core-Antigens zeigt ein Therapieversagen frühzeitig an. Wir konnten feststellen, daß eine Zunahme des Quotienten aus HCV-RNA und HCV-Core-Ag in den ersten 48 Stunden der Therapie mit einer raschen und anhaltenden Viruselimination assoziiert war, während ein gleichbleibender oder fallender Quotient vor allem bei Non Respondern und Patienten mit Breakthrough zu beobachten war.Außerdem wurde in der vorliegenden Arbeit ein neuer HCV-Core-Antigen-Assay getestet und im Hinblick auf Sensitivität, Spezifität und prognostischer Aussage mit der bislang verwendeten HCV-PCR verglichen. Wir konnten zeigen, dass die Bestimmung des HCV-Core-Ag im Hinblick auf die diagnostische Aussagekraft und Verlässlichkeit mit der HCV-PCR vergleichbar ist und darüber hinaus entscheidende prognostische Aussagekraft besitzt. Dementsprechend könnte der Bestimmung des HCV-Core-Ag in Zukunft bei Diagnostik und Therapiemonitoring der chronischen HCV-Infektion eine wichtige Rolle zukommen.

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