Analyse von Zelltodparametern nach Polytraumatisierung

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Das Polytrauma stellt die häufigste Todesursache der unter 45-jährigen dar. Die Krankenhausletalitätsrate von schwer verletzten Trauma-Patienten beträgt 10,3%, wovon ca. die Hälfte der Patienten schon innerhalb der ersten 24 Stunden nach Krankenhausaufnahme hauptsächlich aufgrund ihrer schweren Verletzungen versterben. Spätere Haupttodesursachen sind schwerwiegende Komplikationen wie z.B. Organversagen, Multiorganversagen oder die Entwicklung einer Sepsis. Dabei ist bis jetzt unklar, ob die Apoptose und Nekrose möglicherweise eine vorherrschende Rolle bei den polytraumatisierten Patienten spielen. Von großem Interesse war vor allem die prognostische Wertigkeit der Cytokeratine CK18 und cCK18 in Bezug zum Outcome der Patienten. Die Bestimmung des vorherrschenden Zelltods ist vielleicht auch bezüglich neuer therapeutischer Interventionen, welche das schlechte Outcome von polytraumatisierten Patienten verbessen könnten, nützlich.Die Ausgangsdaten und klinische Daten von insgesamt 77 Patienten wurden analysiert, davon überlebten 64 Patienten, 13 verstarben. Die Blutproben wurden direkt bei der Aufnahme in die Klinik, sowie an Tag 3, 5, 7 und 9 um 7 Uhr morgens entnommen. Das durch Caspasen gespaltene (cCK18) und das ungespaltene Cytokeratin18 (CK18) wurden als Marker für den Zelltod gemessen. Darüber hinaus wurde IL6 bestimmt.Da CK18 und cCK18 zum Zeitpunkt der Aufnahme keinen signifikanten Unterschied zwischen den überlebenden und verstorbenen Patienten zeigten, sind diese nicht als Prädiktor für das Outcome geeignet. Jedoch waren bei den verstorbenen Patienten augenscheinliche frühe apoptotische und späte nekrotische Reaktionen nachzuweisen. Dabei ist jedoch zu beachten, dass nicht die Absolutwerte, sondern der Anstieg, bzw. Abfall der Werte im Vergleich zum ersten Tag aussagekräftige Informationen preisgaben. Zudem wurden Zusammenhänge mit weiteren Parametern untersucht.CK18 und cCK18 sind zum Zeitpunkt der Aufnahme nicht als Prädiktor für das Outcome geeignet, sie bergen im Verlauf aber möglicherweise zusätzliche Informationen über den Zustand der Patienten sowie deren Outcome und könnten eventuell helfen die Entwicklung neuer Therapien zu unterstützen.

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