Experimentelle Studie zur Dokumentation des Ablaufs der okzipitalen und zervikalen Somitenreifung beim Hühnerembryo

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In den Untersuchungen wurde die Somitenreifung und Kompartimentierung der okzipitalen undzervikalen Somiten untersucht. Beim Hühnerembryo werden die Somiten 1-5 als okzipitale und dieSomiten 5-19 als zervikale Somiten festgelegt.Es wurden befruchtete Hühnereier 23 bis 55 Stunden bebrütet und Embryonen der Stadien HH 7 (1Somitenpaar) bis HH 15 (25 Somitenpaare) isoliert. Ein Teil der Embryonen wurde in Kunstharzeingebettet und 0,75mym dünn sagittal oder transversal geschnitten, anschließend lichtmikroskopischuntersucht und fotografiert.Der andere Teil der Embryonen wurde In-situ-Hybridisierungen zur Darstellung der Expression derGene Pax1, als Marker für das Sklerotom und MyoD, als Marker für das Myotom unterzogen. DieseEmbryonen wurden in Agar eingebettet und 35& #956;m dünn transversal geschnitten anschließend auchlichtmikroskopisch untersucht und fotografiert.Die Ergebnisse lassen sich wie folgt zusammenfassen:Bis zum Stadium HH 9 mit 7 Somiten sind alle Somiten epithelial.Im Stadium HH 10 mit 9 Somiten ist der synchrone Beginn sklerotomaler Differenzierung, also derPax1 Expression in den Somiten V-IX, den 5 ältesten Somiten, zu beobachten.Die Anzahl der epithelialen Somiten, also ohne Pax1-Expression steigt über die Stadien HH 10 bisHH 13 von 4 auf 7 Somiten an. Vom Stadium HH 13 auf HH 14 fällt die Anzahl der epithelialenSomiten von 7 auf 3 Somiten und bleibt im Stadium HH 15 bei 3 Somiten.Im Stadium HH 13 mit 19 Somiten ist die erste Expression von MyoD zu beobachten. Sie tritt inden Somiten VII bis XIX, den 13 ältesten Somiten synchron auf. Im Stadium HH 14 mit 22 Somitentritt MyoD Expression in den Somiten IV bis XXII, im Stadium HH 15 mit 25 Somiten in denSomiten IV bis XXV auf.Diese Ergebnisse zeigen, daß der Zeitpunkt des epithelio-mesenchymalen Übergangs derokzipitalen und zervikalen Somiten von dem der thorakalen und lumbalen Somiten abweicht.Außerdem wird gezeigt, dass die Kompartimentierung der okzipitalen und zervikalen Somiten nichtin einzelnen Somiten, sondern über mehrere Somiten synchron beginnt.Bisher lag keine systematische Beschreibung vor, die molekulare Marker mit einbezog, um dieEntwicklung der okzipitalen und zervikalen Somiten zu verfolgen. Diese deskriptive Arbeit legtdamit eine wichtige Grundlage für weitere experimentelle Studien zur Somitenentwicklung indieser Region.

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Giessen : VVB Laufersweiler

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