Verbesserte Akutreaktion auf inhalatives Stickstoffmonoxid nach langfristiger Behandlung der pulmonal-arteriellen Hypertonie mit oralem Sildenafil
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Zusammenfassung
Verbesserte Akutreaktion auf inhalatives Stickstoffmonoxid nach langfristiger Behandlung der pulmonal-arteriellen Hypertonie mit oralem SildenafilDie pulmonale Hypertonie ist eine fortschreitende Erkrankung. Sie ist definiert als eine Erhöhung des pulmonal-arteriellen Mitteldrucks über 25 mmHg in Ruhe. Pathogenetisch spielen Umbauvorgänge am Gefäßendothel, das sogenannte Remodeling, eine wichtige Rolle. Die betroffenen Patienten bemerken zunächst einen Abfall der Leistungsfähigkeit. Weiterhin kann es zu Belastungsdyspnoe und im weiter fortgeschrittenen Stadium auch zu Ruhedyspnoe kommen. Die endgültige Diagnose kann nur mittels invasiver Diagnostik gestellt werden. Diese stellt der Pulmonalis-Einschwemmkatheter dar.Zur Therapie zugelassen sind verschiedene Substanzgruppen, unter anderem Sildenafil, das über eine Hemmung der intrazellulären Phosphodiesterase Typ 5 die intrazelluläre cGMP (cyclisches Guanosinmonophosphat) -Konzentration erhöht und somit eine Vasodilatation der Pulmonalgefäße ermöglicht. Als Anzeigegas für eine akute Vasoreagiabilität der Pulmonal-gefäße und damit als Screeningmöglichkeit für eine Therapie mit Calciumantagonisten dient Stickstoffmonoxid.101 Patienten unterzogen sich einer pharmakologischen Testung bei liegendem Pulmonal-arterienkatheter. Dabei wurde Stickstoffmonoxid als Anzeigegas für eine Akutreaktion der Pulmonalgefäße verwendet. Nach der initialen Untersuchung erhielten die Patienten durch-schnittlich ein Jahr Dauertherapie mit oralem Sildenafil, danach wurde erneut eine Katheter-testung durchgeführt. Der Anteil der Patienten, die eine wesentliche Reaktion auf inhalatives NO gezeigt haben, ist von 16 auf 31 Patienten gestiegen. Somit hat sich durch die Sildenafil-Langzeittherapie der Anteil der NO-Responder nahezu verdoppelt. Zu vermuten ist, dass eine dauerhafte Erhöhung des cGMP-Spiegels eine dauerhafte Vasodilatation in den Pulmonal-gefäßen erzeugt und damit eventuell dem Remodeling entgegenwirkt. Demnach könnte ein wichtiger pathogenetischer Faktor und somit das Fortschreiten der Erkrankung gebremst werden.Verknüpfung zu Publikationen oder weiteren Datensätzen
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Anmerkungen
Erstpublikation in
Giessen : VVB Laufersweiler
