Anästhesie mit Levomethadon oder Hydromorphon bei Hunden
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Zusammenfassung
In der vorliegenden Arbeit werden die Opioide Levomethadon und Hydromorphon hinsichtlich ihres Potentials in der Anästhesie beim Hund und ihres Einflusses auf zahlreiche Vitalparameter, während verschiedener Anästhesie Phasen untersucht. In die prospektive, randomisierte und geblindete Studie sind 40 Hunde unterschiedlicher Rasse, Geschlecht und Gewicht eingeschlossen, die zur Arthroskopie des Ellbogen- (n = 34), des Schulter- (n = 5) oder des Kniegelenkes (n = 1) vorgestellt werden. Die Hunde zeigen bei der klinischen Untersuchung keine von der Norm abweichenden Befunde, erfüllen also ein Einschluss Kriterium der Studie indem sie der ASA-Klassifikation I oder II zugeordnet werden können. Es werden aus diesen Hunden zwei Untersuchungsgruppen gebildet. Die Hunde beider Gruppen erhalten zur Einleitung der Narkose 0,5 mg/kg KM Midazolam i.v. und einen Bolus 4 mg/kg KM Propofol 1% i.v.. Die Anästhesie wird zunächst mit 25 mg/kg/h Propofol 1% i.v. mittels Perfusor erhalten. Die Patienten werden mit einem arteriellen Zugang versehen. Es folgt eine CT- bzw. MRT Untersuchung zur Operationsplanung. Im Operationssaal werden die Patienten an ein Narkosegerät, sowie an einen Überwachungs Monitor angeschlossen. Nach Ermittlung der Basiswerte erhalten die Patienten der L Gruppe 0,5 mg/kg KM Levomethadon als Bolus bzw. die Patienten der H Gruppe 0,2 mg/kg KM Hydromorphon als Bolus i.v. injiziert. Gleichzeitig wird die Propofol Dosis auf 17 mg/kg/h reduziert. Mit Einstellung der Spontanatmung nach Opioid Gabe, wird mit einem dem Patienten angepassten Atemzugvolumens und einer Atemfrequenz (10 Atemzüge/Minute), maschinell-kontrolliert beatmet.Fällt die Herzfrequenz unter 60 Schläge/Minute wird bei beiden Untersuchungsgruppen 0,01 mg/kg KM Atropin verabreicht.Herz- und Atemfrequenz, Sauerstoffsättigung, endexspiratorische CO2 Konzentration, invasiver Blutdruck (systolisch, mittlerer, diastolisch,) und die Körperinnentemperatur werden kontinuierlich alle 60 Sekunden vom Anästhesiemonitor digital aufgezeichnet. Allgemeine Patientendaten wie zum Beispiel Wiederkehr des Schluckreflexes, Lidreflexes, die Zeit bis zur Einnahme der Brust-Bauch-/Seitenlage sowie weitere Beobachtungen wie Unruhe, Exzitationen, Erbrechen oder Ähnliches werden nach Verlassen des Operationssaals dokumentiert.Unter Berücksichtigung der beschriebenen Aspekte (z.B. sofortige Atropin Gabe bei Hydromorphon Applikation) ist Hydromorphon in der Anästhesie bei Hunden in einer Dosis von 0,2 mg/kg KM für die veterinärmedizinische Praxis gut geeignet, jedoch sollten weitere Studien zur Optimierung der Dosis, bezüglich des Anästhesie Ablaufes und zur Reduktion der Nebenwirkungen folgen.Verknüpfung zu Publikationen oder weiteren Datensätzen
Beschreibung
Anmerkungen
Erstpublikation in
Giessen : Laufersweiler
