Bienengiftallergie - Untersuchung der Verhaltensweisen bienengiftallergischer Imker und der Effektivität der spezifischen Immuntherapie in einem internationalen Kollektiv

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Einleitung: Die vorliegende Studie hatte das Ziel, die Effektivität der spezifischen Immuntherapie unter den imkernden Bienengiftallergikern und ihren Langzeitschutz zu belegen, wobei Sticherfahrungen der weiterimkernden Betroffenen herangezogen wurden, um die Wirksamkeit der Therapie zu bestätigen, sowie Veränderungen auf Verhalten und Psyche darzustellen. Inwiefern Imker eine "natürliche Immunisierung" durchführen und wie wirksam alternative Behandlungen sind, wurde ebenfalls untersucht.Methode: In deutsch- und englischsprachigen Imkerzeitschriften wurden imkernde Bienengiftallergiker aufgerufen, mittels eines Fragebogens ihre Erfahrungen zu schildern. In einer zweiten Rekrutierung erhielten die Imker eine verkürzte Form des ersten Fragebogens. Insgesamt erfüllten 108 Personen die Einschlußkriterien.Ergebnisse: Die empfohlene Aufgabe der Imkerei wurde von fast allen Studienteilnehmern ignoriert. Das Mitführen der Notfallapotheke oder Tragen von Schutzkleidung wurden nach beendeter spezifischer Immuntherapie und steigender Stichanzahl signifikant seltener beachtet. Die "natürliche Immunisierung" mit selbstappliziertem Bienengift führten 13 Imker durch, wobei empfohlene jährliche Stichanzahl als auch Sicherheitsvorkehrungen mangelhaft eingehalten wurden. Die Wirkung alternativer Behandlungsmethoden konnte zwecks geringer Fallzahl und uneinheitlichen Therapieschemata nicht beurteilt werden. Zur Effektivität der spezifischen Immuntherapie ergab sich, dass 80,9% der Imker eine Verbesserung erlebten, wovon ein Drittel keine allergischen Symptome mehr zeigte. Erstmals wurde präsentiert, dass posttherapeutische Imker mit weiteren Stichen eine abnehmende Reaktion wahrnahmen und bei anfänglich hohem Anaphylaxiegrad ein stärkerer Therapieeffekt erzielt wurde als bei milderer Symptomatik (P<0,001). Zur Lebensqualität der Imker zeigte sich, dass eine beendete spezifische Immuntherapie (P<0,001) und peri- oder posttherapeutisch erlebte Stiche (P=0,008) signifikant zur Angstreduktion vor erneuten allergischen Reaktionen beitrugen.Fazit: Es konnte ein deutlicher Effekt der spezifischen Immuntherapie, sowie die Angstreduktion durch peri- oder posttherapeutische Stichereignisse (P=0,008) und abgeschlossener Behandlung (P<0,001) bei Imkern gezeigt werden. Damit wurde belegt, dass durch die spezifische Immuntherapie unter Beachtung der Schutzmaßnahmen die Fortführung der Imkerei trotz Bienengiftallergie ermöglicht werden kann.

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