Validierung der Kontrastmittelechokardiographie bei der Messung der Verbesserung der myokardialen Mikrozirkulation nach transmyokardialer Laserrevaskularisation am Großtiermodell des Schweines
Der koronaren Herzerkrankung muss auch in diesem Jahrtausend eine verstärkte Bedeutung beigemessen werden. Morbidität, Verbreitung und medizinsoziologische sowie gesundheits-politische Aspekte sind dabei zu beachten. So weist der Bruckenberger-Bericht für das Jahr 1998 74003 Bypass-Operationen sowie 146 662 Ballon-Angioplastien auf. Nach dem Bericht des European Heart Institute of the European Academy of Sciences and Arts beträgt zurzeit die Zunahme an herzchirurgischen Revaskularisierungen im Jahr 6,8 %, die Zunahme an interventionellen Eingriffen sogar 14,1 %. Wobei deutliche Unterschiede zwischen den verschiedenen west- und osteuropäischen Ländern bezüglich dieser Zahlen zu vermerken sind.
Die Weiterentwicklung der Therapien und Behandlungsstrategien bei der koronaren Herzerkrankung haben zu einer verlängerten Lebenserwartung der Betroffenen geführt. Die Gründe für diese Entwicklung sind einerseits verbesserte medikamentöse Behandlungsschemata, andererseits die optimierten Techniken der interventionellen und auch der chirurgischen Behandlungsmöglichkeiten. Die Kriterien bezüglich des Alters und des Zustandes eines Patienten wurden in den letzten Jahren ständig erweitert. So gehören zum Beispiel Reeingriffe bei Progression der Grunderkrankung in der modernen Kardiochirurgie zum normalen Programm.
Wichtig ist aber auch, dass unter den oben genannten Umständen immer mehr Patienten ein fortgeschrittenes Stadium der koronaren Herzerkrankung erreichen. Die Anzahl derer, die sich mit schwersten Gefäßveränderungen auf dem Boden einer koronaren Herzerkrankung zur medizinischen Behandlung vorstellen, wächst, ohne dass die interventionellen oder kardiochirurgischen Therapien diesen Patienten eine Verbesserung ihrer Lebensqualität bieten könnten. Oftmals gelingt es nicht einmal, diesen Patienten trotz einer maximalen medikamentösen, antiischämischen Therapie eine Linderung ihrer Beschwerden zu ermöglichen.
Diese Patienten gelangen in ein Endstadium der koronaren Herzerkrankung, in welchem die medikamentösen Strategien ausgereizt sind. Vordergründig bieten diese Patienten das klinische Bild einer fortgeschrittenen Herzinsuffizienz, nicht selten in Kombination mit malignen ventrikulären und supraventrikulären Herzrhythmusstörungen. Führend aber bleibt die Angina pectoris der Patienten, die bei geringsten Belastungen, oder sogar in Ruhe auftritt und somit zu einer hochgradig eingeschränkten Lebensqualität führt. Als Grundvoraussetzung dieser Definition müssen die Möglichkeiten der direkten Revaskularisierungstherapie bei diesen Patienten koronarangiographisch ausgeschlossen worden sein.
Eine weitere große Gruppe bilden die Patienten mit Verschluss verschiedener Bypassgefäße nach vorangegangenen Operationen. Interessant ist, dass bei diesen Patienten häufig trotz der Schwere der Herzinsuffizienz und des reduzierten klinischen Zustandes eine vergleichsweise noch geringe Einschränkung der linksventrikulären Pumpfunktion vorliegt, so dass nur ein geringer Anteil dieser Patienten als potentieller Herztransplantatempfänger in Frage kommt. Aufgrund dieser Erkenntnisse steht die Entwicklung alternativer Therapieansätze für diese hochgradig physisch und psychisch eingeschränkte Patientengruppe im Raum. Ein Ansatz sind die verbesserten kardiochirurgischen Therapien. Aufgrund der Erfolge der interventionell-kardiologischen Therapien waren diese in den letzten Jahren zunächst in den Hintergrund getreten.
Hier findet sich der Ansatz für die vorliegende Untersuchung zur transmyokardialen Laserrevaskularisation (TMLR) am Großtiermodell als alternative Behandlungsstrategie. Diesen Versuch nahmen wir zum Anlass, die kontrastmittelgestützte Echokardiographie zur Beurteilung der myokardialen Sauerstoffversorgung und Wandbeweglichkeit, im Vergleich zu wissenschaftlich akzeptierten Meßmethoden im Großtiermodell zu untersuchen
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