Optimierungspotential Ebergeruch : eine Metaanalyse

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Das Verbot der betäubungslosen Kastration im Jahr 2019 macht Veränderungen für die Schweinemast in Deutschland erforderlich. Als Alternativen werden in der Praxis neben der Kastration mit vorangegangener Betäubung, die Immunokastration sowie die Ebermast diskutiert. Diese Arbeit betrachtet die Ebermast detailliert, führt die übrigen Alternativen jedoch nicht weiter aus. Der dominierende Nachteil der Ebermast ist der möglicherweise auftretende, fäkal- und urinartige Ebergeruch des Fleisches. Nicht allen Menschen ist es möglich, diese Geruchsauffälligkeit wahrzunehmen. Das erschwert die Detektion am Schlachtband, die zum Ziel hat, einwandfreie Ware für den Kunden zu gewährleisten. Die Forschung der letzten Jahrzehnte hat ergeben, dass Skatol und Androstenon als verursachende Stoffe für den geschlechtsspezifischen Geruch anzusehen sind. Die Produktion und Einlagerung der beiden Stoffe im Körper der Eber ist gemäß der Forschung von zahlreichen Parametern abhängig.Um die Faktoren hinsichtlich ihres Einflusses einordnen zu können, wird eine Strukturgleichungsanalyse durchgeführt. 165 Experimente, die Angaben zur sensorischen Bewertung von Fleisch- und Fettproben oder zu Skatol- und Androstenonkonzentration im Fett bzw. Blut machen, werden integriert. Die Messwerte der einzelnen Indikatoren weisen eine große Streuung auf. Der Androstenongehalt im Fett variiert zwischen 0,002 und 4,5 µg/l, der Skatolgehalt zwischen 0,0004 und 0,85 µg/l. Die sensorische Beurteilung der Fleischproben ergibt Bewertungen zwischen 0 % und 100 %. Durchschnittlich umfasst jedes Experiment 73 männliche, unkastrierte Tiere, die unter unterschiedlichen Bedingungen gehalten werden. Im Rahmen der durchgeführten Strukturgleichungsanalyse werden die Variablen der Futterzusammensetzung, des Alters, der Fütterungs- und Haltungsbedingungen, der Schlachtkörperzusammensetzung, der Mastleistung sowie der Zuchtausrichtung erfasst.Die Analyse zeigt, dass die körpereigene Produktion von Skatol und Androstenon, gemessen im Blut, durch die Haltungsbedingungen (Einzel- oder Gruppenhaltung, Saison und Bodenbeschaffenheit), das Alter der Tiere sowie die Zuchtwahl (auf Seite der Mutter-/ Vatertiere) beeinflusst wird. Die Einlagerung der beiden Stoffe ins Fett bzw. Fleisch erfährt Einwirkung durch die Mastleistung (Futterverwertung und Tageszunahme) und die Schlachtkörperzusammensetzung (Lebend- bzw. Schlachtgewicht sowie Muskelfleischanteil).Die Empfehlungen für eine geruchsoptimierte Zucht und Mast von Ebern sind nicht statistisch belegt, da die Ergebnisse nicht signifikant sind. Es handelt sich vielmehr um Tendenzen, auf die das Modell hinweist. Demnach ist weitere Forschung erforderlich, die diese hinsichtlich ihrer Wirkung überprüft.

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