Einfluss von Ibandronat auf die Knochenmineraldichte und Osteointegration bei Hydroxylapatit beschichteten Implantaten im Femur osteoporotischer Ratten

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Ziel dieser Arbeit war es, den Einfluss des Bisphosphonates Ibandronat in der Dosis von 1mikrog/kg und 25mikrog/kg auf die Knochenmineraldichte und Osteointegration bei HA beschichteten Implantaten im Femur osteoporotischer Ratten zu untersuchen. Dazu wurden 85 weibliche, 6 Monate alte Sprague-Dawley Ratten in 4 Gruppen unterteilt. In drei Gruppen waren die Tiere ovarektomiert und in der vierten Gruppe waren die Tiere sham-operiert. Allen Ratten wurde in den linken Femur ein HA beschichtetes Implantat eingebracht und zwei Tage nach diesem chirurgischen Eingriff die Therapie eingeleitet. Alle Tiere erhielten über einen Zeitraum von 21 Tagen täglich eine subcutane Injektion: Die Tiere aus der sham-operierten Gruppe, sowie eine Gruppe mit ovarektomierten Tieren erhielten NaCl, und die beiden anderen ovarektomierten Gruppen erhielten jeweils eine Dosis von 1mikrog/kg bzw. 25mikrog/kg Ibandronat. Nach Ablauf der Therapie wurden alle Tiere getötet. Die densitometrische Auswertung erfolgte mittels DXA-Messung und die histologische Beurteilung wurde mit Hilfe des Computer Softwareprogramms Quips vorgenommen. Die vor Beginn der Therapie durchgeführte DXA-Messung zeigte eine signifikante Abnahme der Knochenmineraldichte bei allen ovarektomierten Tieren im Vergleich zu den sham-operierten Tieren. Zwischen den drei ovarektomierten Gruppen gab es keinen signifikanten Unterschied bezüglich der Knochenmineraldichte.Die nach Ablauf der Therapie durchgeführte DXA-Messung ließ in allen Gruppen eine signifikante Zunahme der Knochenmineraldichte an den Lendenwirbelkörpern 5 und 6 erkennen. Ratten, die mit Ibandronat behandelt wurden, hatten eine signifikant höhere Knochenmineraldichte an beiden Lendenwirbelkörpern als die Ratten der ovarektomierten Kontrollgruppe. Die ovarektomierten Tiere, denen 25mikrog/kg Ibandronat appliziert wurde, zeigten im Vergleich mit der sham-operierten Gruppe eine signifikante Zunahme der Knochenmineraldichte an Lendenwirbelkörper 6, jedoch nicht an Lendenwirbelkörper 5. Die Therapie mit 1mikrog/kg Ibandronat bewirkte eine Erhöhung der Knochenmineraldichte auf das Niveau der sham-operierten Tiere. Die Unterschiede zwischen den beiden Ibandronat Gruppen, im Hinblick auf die Veränderungen der Knochenmineraldichte, waren hingegen statistisch nicht signifikant. Die histologische Auswertung ergab eine osteointegrierte Oberfläche von 54,5±25,5% in der sham-operierten Gruppe, gegenüber 23,7±18,6% in der ovarektomierten Kontrollgruppe. Bei den Tieren, die mit 1mikrog/kg Ibandronat therapiert wurden, lag die osteointegrierte Oberfläche bei 50,6±24,4% und bei den Tieren, die mit 25mikrog/kg Ibandronat therapiert wurden, lag die osteointegrierte Oberfläche bei 67,6±26,8%. Somit war die osteointegrierte Oberfläche der ovarektomierten Tiere, die 1mikrog/kg und 25mikrog/kg Ibandronat erhielten, 113,5% und 185,5% höher als die der ovarektomierten Kontrollgruppe. Die osteointegrierte Oberfläche der ovarektomierten Kontrollgruppe war wiederum um 56,5% geringer als die der sham-operierten Gruppe. Die Unterschiede im Hinblick auf die osteointegrierte Oberfläche, zwischen den mit Ibandronat behandelten Gruppen, und diesen im Vergleich zu der sham-operierten Gruppe, waren hingegen statistisch nicht signifikant. Die Ergebnisse dieser Studie zeigen, dass bereits eine geringe Dosis von 1mikrog/kg Ibandronat die Knochenmineraldichte und Osteointegration in osteoporotischem Knochen entscheidend verbessern kann. Es ist daher anzunehmen, dass eine Therapie mit Ibandronat osteoporosebedingten Frakturen vorbeugt und die ossäre Endoprothesenintegration fördert. Klinische Studien an Menschen, die an Osteoporose erkrankt sind und eines künstlichen Hüftgelenks bedürfen, werden zeigen, ob sich diese Schlussfolgerungen bestätigen.

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Bone, 37 (2005), S. 204-210

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