Neonatale Alloimmunthrombozytopenie : die Entwicklung von rekombinanten alpha IIb beta 3 -Integrin Isoformen (HPA-1 Antigene) und funktionelle Untersuchung einer seltenen Punktmutation auf beta 3 -Integrins (Oe a -Antigen)

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Im Rahmen der vorliegenden Arbeit wird eine Methode zum Nachweis von Alloantikörper gegen das thrombozytäre Oberflächenglykoprotein GPIIb/IIIa als Ursache der neonatalen Alloimmunthrombozytopenie (NAIT) vorgestellt. Mit Hilfe molekularbiologische Methoden wurden stabile Transfektanten mit HPA-1a, HPA-1b und Oea-Antigenen des GPIIb/IIIa entwickelt. Diese können für die Detektion von Alloantikörper bei neonataler Alloimmunthrombozytopenie verwendet werden. Darüberhinaus können solche Transfektanten für die Analyse der Funktion von GPIIb/IIIa-Rezeptor eingesetzt werden. Aus der Analyse von natürlichen Punktmutationen (wie zum Beispiel Oea) lässt sich weitere Information über die Struktur des GPIIb/IIIa-Rezeptors ableiten. Weitere Anstrengungen in der Zukunft werden sein, gereinigte Antigene aus solchen Transfektanten in großen Mengen zu isolieren und in einem einfachen Solid-Phase-Testsystem einzusetzen. Ein solches Testsystem würde eine schnelle Diagnose der Alloimmunthrombozytopenien ermöglichen, die für die richtige Therapiestrategie der Kinder mit der neonatalen Alloimmunthrombozytopenie unabdingbar ist. Auf dem tiermedizinischen Bereich besteht bezüglich der Immunthrombozytopenien noch ein erheblicher Bedarf an Grundlagenforschung. Es ist anzustreben, dass mit den heutigen Kenntnissen und Arbeitsmethoden aus der Humanmedizin die Möglichkeit genutzt wird, bei Tieren die molekulargenetischen Grundlagen der Antigenstrukturen auf Thrombozyten zu analysieren und darauf basierend neue Ansätze für die pränatale und postnatale Diagnostik und Therapie in der Veterinärmedizin zu entwickeln. Die Aufklärung der molekularen Grundlagen der NAIT bei Tieren würde auch die Möglichkeit eröffnen, Tiermodelle zu etablieren, um die Pathomechanismen der Alloimmunthrombozytopenie besser zu verstehen und die Vorsorge und Therapie bei Kindern mit NAIT zu verbessern.

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