Untersuchung zum Einsatz verschiedener Uterotonika bei Zuchtstuten im Östrus

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Ziel der vorliegenden Untersuchung war es herauszufinden, inwiefern sich die drei Medikamente Oxytocin, Dinoprost, Cloprostenol auf die Trächtigkeitsrate und die sonographisch erfassten Uterusparameter (Durchmesser, Wanddicke, Flüssigkeit im Lumen) bei genitalgesunden und Stuten mit Flüssigkeitsansammlungen im Cavum uteri auswirken. Insgesamt wurden 84 Stuten untersucht, wobei zwischen genitalgesunden Stuten (Gruppe 1, n = 40) und Stuten mit mangelhafter uteriner Clearance (Gruppe 2, n = 44) unterschieden worden ist. Die beiden Gruppen wurden in weitere Untergruppen unterteilt. Tiere der Gruppe 1.1 (n = 10) und 2.1 (n = 15) wurden mit Oxytocin (10 I. E. Oxytocin intramuskulär) behandelt. Stuten in den Gruppen 1.2 (n = 11) und 2.2 (n = 14) erhielten Dinoprost (5 mg Dinoprost intramuskulär). Die Stuten in den Gruppen 1.3 (n = 9) und 2.3 (n = 15) wurden mit Cloprostenol (250 µg Cloprostenol intramuskulär) behandelt. Die Stuten der Gruppe 1.4 (n = 10) erhielten kein Medikament.Bei den Stuten aus Gruppe 1 wurde mit 1500 I. E. hCG die Ovulation bei einer Follikelgröße ab 3,5 cm induziert. Die Besamung fand 24 Stunden post applicationem statt. Der Beginn der sonographischen Uterusmessungen und die Gabe des Medikaments fanden in Gruppe 1 vier Stunden nach der Besamung statt (Zeitpunkt 0). In Gruppe 2 entspricht das der Erstvorstellung und der Feststellung von Flüssigkeit in der Gebärmutter. Alle Stuten wurden zu definierten Zeitpunkten (0; 15; 60; 360; 1440 Minuten) an festgelegten Uteruslokalisationen (Spitze links, Mitte links, Bifurkation links, Korpus kranial, Korpus kaudal, Bifurkation rechts, Mitte rechts, Spitze rechts) sonographisch untersucht.Folgende relevante Ergebnisse konnten erzielt werden:- Die Trächtigkeitsrate nimmt mit zunehmendem Alter generell ab.- Die am häufigsten nachgewiesenen Keimarten waren Escherichia coli und ß-hämolysierende Streptokokken (p < 0,05).- Bei dem überwiegenden Anteil der Stuten mit Nachweis von Bakterien in der Uterus-Tupferprobe gelang kein Nachweis von neutrophilen Granulozyten in der exfoliativen Endometriumszytologie.- Es konnte kein statistischer Zusammenhang zwischen der Trächtigkeitsrate und dem Behandlungsregime festgestellt werden.- Die sonographisch gemessenen Uteruskontraktionen unterschieden sich zwischen den Behandlungsgruppen nicht signifikant. Sie veränderten sich jedoch signifikant über den Beobachtungszeitraum. Es erfolgt eine Zunahme zwischen und fünfzehn Minuten in beiden Gruppen und in Gruppe 1 eine Abnahme zwischen 360 und 1440 Minuten.- Der sonographisch gemessene Uterusdurchmesser und die Uteruswanddicke unterschieden sich nicht zwischen den Behandlungsgruppen.- An einigen Lokalisationen konnten im Beobachtungszeitraum signifikante Veränderungen des Uterusdurchmessers und der Uteruswanddicke in der Gruppe 1 erfasst werden. Da diese nicht in der Gruppe zwei gefunden werden konnten, wird ein verminderter Uterustonus bei den Stuten dieser Gruppe vermutet.- Nach der Gabe von Dinoprost und Cloprostenol treten signifikant häufiger Nebenwirkungen auf als nach Oxytocinapplikation. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass sich durch die in dieser Untersuchung getesteten Behandlungsregime keine Steigerung der Trächtigkeitsrate erreichen lässt. Nach der Applikation von Prostaglandinen ist häufiger mit Nebenwirkungen zu rechnen als nach der Gabe von Oxytocin.

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Giessen : VVB Laufersweiler

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