Versuche zur Entwicklung eines kompetitiven ELISAs zum Nachweis des pestiviralen Core-Proteins
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Zusammenfassung
Markervakzinen in der Tiermedizin beruhen auf der Änderung oder Deletion antigenetisch dominanter Bereiche eines Virus, um zwischen der Antikörperbildung nach Impfung und Infektion unterscheiden zu können. Für die klassische Schweinepest (KSP) ist es gelungen, einen potentiellen Markerimpfstoff durch Deletion des Core-Gens zu entwickeln (Riedel et al., 2012). Das Core-Protein ist Teil des viralen Nukleokapsids, das die innere Struktur des behüllten Viruspartikels bildet. Die Charakterisierung von KSPVdeltaCore ergab einen vollständigen Verlust der Virulenz mit der Induktion einer protektiven Immunreaktion. Im Rahmen dieser Arbeit sollte untersucht werden, ob die Immunisierung mit KSPVdeltaCore eine nachweisbare serologische Differenzierung von einer Infektion mit Wildtyp KSPV erlaubt. Auf der Grundlage von früheren Arbeiten war bekannt, dass nur geringe Titer anti-Core spezifischer Antikörper zu erwarten waren. Deshalb wurde als sensitives Nachweissystem ein kompetitiver ELISA entwickelt, der Aussagen über die grundsätzliche Eignung des Core-Proteins als Marker zulässt. Als Testantigen wurde bakteriell erzeugtes, hochgereinigtes Core-Protein zur Beschichtung der ELISA-Platte verwendet. In systematischen Untersuchungen wurde aus 8 monoklonalen anti-KSPV-Core-Antikörpern (Dissertation Gleyder Roman-Sosa) der Antikörper C2 als bestreagierender Detektionsantikörper ausgewählt. Als Positiv-Kontrolle diente das Serum eines Schweines, das mit 50µg nicht adjuviertem Core-Protein immunisiert wurde. Als Negativkontrollen dienten Seren ungeimpfter, nicht infizierter Schweine. 5 KSPV C-Stamm-geimpfte und 8 KSPVdeltaCore-geimpfte Tiere wurden untersucht. Bei Verwendung der jeweiligen Präimmunseren war ein Anstieg der anti-Core Aktivität nach Immunisierung mit KSPV C-Stamm messbar. Diese nachweisbare, aber schwache spezifische Reaktion gegen das Core-Protein wurde durch die starke Hintergrundreaktivität fremder Negativseren überlagert. Eine Reihe methodischer Veränderungen führte zwar zu einer Steigerung der prozentualen Inhibition, erbrachte jedoch keine ausreichende Trennschärfe zwischen ungeimpften oder KSPVdeltaCore-geimpften Tieren im Vergleich zu Schweinen, die mit KSPV C-Stamm immunisiert und/oder virulentem KSPV Koslov infiziert worden sind. Auch wenn diese Arbeit noch keinen brauchbaren diagnostischen ELISA als Ergebnis vorweisen kann, ist sie ein wichtiger Wegweiser für zukünftige Entwicklungen, die zum Ziel haben, die Hintergrundreaktivität der Negativseren zu reduzieren und die Sensitivität des ELISAs zu steigern.Verknüpfung zu Publikationen oder weiteren Datensätzen
Beschreibung
Anmerkungen
Erstpublikation in
Giessen : VVB Laufersweiler
