Veränderungen des alveolären antioxidativen Status im Tiermodell und bei Patienten mit akut inflammatorischen und chronisch interstitiellen Krankheitsbildern

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http://dx.doi.org/10.22029/jlupub-13445

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Vor dem Hintergrund der nach wie vor erschreckend hohen Mortalität beim akuten Atemnotssyndrom (ARDS) und auch bei der Idiopathischen Pulmonalen Fibrose (IPF), für deren Verlauf auch eine überschießende Aktivierung reaktiver Sauerstoffspezies und somit ein oxidativer Stress mitverantwortlich gemacht wurde, sind in der vorliegenden Arbeit einzelne Bestandteile der antioxidativen Abwehr und Abbauprodukte des oxidativen Stoffwechsels in bronchoalveolären Lavageflüssigkeiten (BALF) analysiert worden. Nach Etablierung und Validierung der Messverfahren wurden hierin Phospholipide, Proteine, Fettsäuren, oxidiertes und reduziertes Glutathion, Retinol, a-Tocopherol, Ascorbinsäure, Harnsäure, Malondialdehyd und Isoprostane bestimmt, und zwar zunächst von gesunden Probanden und Patienten mit ARDS oder Pneumonien (mit der Untergruppe PCP) sowie mit interstitiellen Lungenerkrankungen (IPF, Exogen Allergische Alveolitis und Sarkoidose), später auch von Kaninchen mit Bleomycin-induzierter Lungenfibrose. Es wurden hierbei sowohl Einzelpunktmessungen (z.B. bei chronisch interstitiellen Lungenerkrankungen) wie auch Verlaufsmessungen (z.B. bei akut-inflammatorischen ARDS- und Pneumonie-Patienten; Bleomycinmodell) durchgeführt. Es konnte gezeigt werden, dass unter verschiedenen pathologischen Bedingungen der antioxidative Status der Lunge zahlreichen Veränderungen unterliegt. Hervorzuheben ist hierbei vor allem, dass es unter erhöhtem oxidativem Stress erwartungsgemäß zu einem vermehrten Anfall von Abbauprodukten des oxidativen Stoffwechsels (GSSG, Isoprostane, Malondialdehyd) kommt. Außerdem konnte gezeigt werden, dass die Spiegel der einzelnen Antioxidantien in den meisten Fällen im Vergleich zu den gesunden Kontrollen unter vermehrtem Stress erstaunlicherweise erhöht sind, ohne dass hierdurch eine effektive Neutralisierung des oxidativen Stresses erzielt werden kann. So sind beispielsweise bei Pneumoniepatienten die Konzentrationen von a-Tocopherol, Retinol und Harnsäure hochsignifikant gesteigert. Ob dies eine adaptive Antwort des Organismus mit erhöhter lokaler Produktion von Antioxidantien oder vermehrtem Einstrom aus dem Blutkompartiment ist, bleibt jedoch noch unklar und bedarf weiterer Untersuchung.

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