Einfluss von endogen synthetisierten omega-3 Fettsäuren in einem Mausmodell des endotoxininduzierten Lungenversagens
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Das Verhältnis von omega-6/omega-3 Fettsäuren in der Ernährung ist physiologisch von großer Bedeutung. Dies ist die erste Arbeit, die die Auswirkungen von unterschiedlichen omega-6/omega-3 Fettsäureverhältnissen in transgenen Mäusen verglichen mit Wildtyp Mäusen auf eine induzierte akute Lungenschädigung untersucht. Die vorliegenden tierexperimentellen Daten liefern erste Hinweise, dass eine Veränderung des Fettsäureverhältnisses zugunsten von omega-3 zu einer geringer ausgeprägten Entzündungsreaktion und einer schnelleren Erhohlung der Mäuse von der Infektion führt. Es scheint, als würden die omega-3 Fettsäuren einen antiinflammatorischen Effekt ausüben. Dies zeigten insbesondere die Ergebnisse der Lungenhistologie und die Leukozytenanzahl in der broncho-alveolären Lavageflüssigkeit. Die verminderte Zytokinproduktion sowie die schnellere Erholung der Fat-1 Mäuse, wie im Verlauf der Körpertemperatur und motorischen Aktivität der Mäuse gezeigt, sind Hinweise auf die verminderte Entzündungsreaktion bei Fat-1 Mäusen bei einer LPS-induzierten akuten Lungenschädigung.Intensivpatienten werden weltweit mit Lipidemulsionen mit einem hohen omega-6/omega-3 Verhältnis ernährt. Möglicherweise könnte sich die Gabe von omega-3 positiv auf den Krankheitsverlauf, beispielsweise eines akuten Lungenversagens, bei Intensivpatienten auswirken. Zu diesem Thema müssten zukünftig klinische Studien erfolgen, um die Aussage des Versuchsmodells für die Intensivmedizin bestätigen zu können.
