Vergleich der Immunhistochemischen Bestimmung des Steroidrezeptorstatus im Paraffin- und Gefrierschnitt beim Mammakarzinom

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Vergleich der Immunhistochemischen Bestimmung des Steroidrezeptorstatus im Paraffin- und Gefrierschnitt beim Mammakarzinom Einleitung: Die Expression des Östrogen- und Progesteronrezeptors erlaubt eine Einschätzung des Erfolgs der adjuvanten und palliativen Hormontherapie und ist somit von großer klinischer Bedeutung. Es gibt jedoch verschiedene Methoden den Steroidrezeptorstatus zu bestimmen. Das biochemische Assay und immunhistochemische Verfahren am Paraffin- oder am Gefrierschnitt. Fragestellung: Inwieweit sind die Ergebnisse der Bestimmung des Steroidrezeptorstatus am Paraffinschnitt mit der Biotin-Avidin-Peroxidase Färbung mit dem Nachweis am Gefrierschnitt mit der APAAP-Färbung vergleichbar? Materialien und Methode: Natives (tiefgefrorenes) und paraffinfixiertes Tumorgewebe von 215 Patientinnen mit Mammakarzinom wurde immunhistochemisch auf die Expression der Steroidrezeptoren verglichen. Die Detektion der Rezeptoren erfolgte beim Paraffinschnitt mit der Biotin-Avidin-Peroxidase Technik und am Gefrierschnitt mit Hilfe der APAAP-Technik. Die Schnitte wurden semiquantitativ nach den Richtlinien von Remmele und Stegner (1987) ausgewertet. Die Ergebnisse wurden mit klinisch-pathologischen Parametern des Kollektives verglichen. Ergebnisse: Es zeigten sich häufiger östrogenrezeptornegative Karzinome am Paraffinschnitt. Dieser Unterschied zeigte sich am Progesteronrezeptor weniger ausgeprägt. Die Korrelation nach Spearman ergab einen Koeffizienten von 0,544 (p<0,001) beim Östrogenrezeptor und von 0,580 (p<0,001) beim Östrogenrezeptor. Die Übereinstimmung (positiver/ negativer Rezeptorstatus) betrug 81,9 % beim Östrogenrezeptor und 76 % beim Progesteronrezeptor. Die Intensität der Färbung war am Gefrierschnitt höher. Der Vergleich zu den klinisch-pathologischen Parametern ergab insgesamt eine bessere Übereinstimmung zum Steroidrezeptorstatus am Paraffinschnitt, was in erster Linie auf die limitierten Korrelationen zur Progesteronrezeptorbestimmung am Gefrierschnitt zurückzuführen ist. Schlussfolgerung: Die APAAP-Methode am Gefrierschnitt verspricht eine genauere Differenzierung der Färbeintensität, während Paraffinschnitte aufgrund morphologischer Vorteile (Schnittgröße) eine genauere Einschätzung der Quantität gefärbter Tumoranteile zulassen. Aufgrund der Abweichungen im Positiven/ Negativen erscheint eine Standardisierung der Detektionsmethoden sinnvoll. Grundlage der Entscheidung hinsichtlich des Standard sollte eine Untersuchung sein, bei der der Erfolg der endokrinen Therapie bekannt ist. Die Methode mit dem höchsten prädiktiven Wert sollte zum Standard erklärt werden. Eventuell kann es auch sinnvoll sein, mehrere Methoden zu kombinieren.

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